Haut & Erscheinungsbild

Cellulite: Einblicke und die Rolle der Kryotherapie (Cryo)

Cellulite ist mehr als ein kosmetisches Thema. Es geht um komplexe Prozesse im Bindegewebe, bei denen Kälte eine unterstützende Rolle spielen kann.

KI-generiertCellulite: Einblicke und die Rolle der Kryotherapie (Cryo) – KI-generiertes Symbolbild
Cellulite: Einblicke und die Rolle der Kryotherapie (Cryo). Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person oder Behandlungssituation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act).

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Helga Maria Freitag, Gründerin und Podologin in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie

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Der Blick in den Spiegel unter dem unerbittlichen Licht des Badezimmers. Das kurze Zögern, bevor Du die Shorts oder das Sommerkleid anziehst. Viele Frauen kennen diese Momente, in denen die Haut an Oberschenkeln und Gesäß nicht so glatt und ebenmäßig erscheint, wie sie es sich wünschen. Die Dellen und Unebenheiten, die wir umgangssprachlich als Cellulite oder Orangenhaut bezeichnen, sind für geschätzt 80 bis 90 Prozent aller Frauen nach der Pubertät eine Realität. Doch statt diesen Zustand als unabänderlichen Makel zu betrachten, lohnt sich ein ruhiger, sachlicher Blick auf die physiologischen Vorgänge, die dahinterstecken. Nur wenn wir verstehen, was im Gewebe passiert, können wir sinnvolle Strategien ableiten. Eine dieser modernen Strategien zur Unterstützung des Körpers ist die Ganzkörperkältetherapie, die auf systemische, also den ganzen Körper betreffende, Reaktionen abzielt.

Was genau ist Cellulite aus medizinischer Sicht?

Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist Cellulite keine Krankheit und auch nicht zwangsläufig ein Zeichen von Übergewicht. Schlanke und sportliche Frauen können ebenso betroffen sein wie Frauen mit mehr Körperfett. Es handelt sich um eine sichtbare Veränderung der Hautoberfläche, die durch die spezifische Struktur des weiblichen Unterhautfettgewebes begünstigt wird.

Stell Dir das Bindegewebe unter Deiner Haut wie ein Gitter aus Kollagenfasern vor. Bei Frauen verlaufen diese Fasern überwiegend senkrecht zur Hautoberfläche. Dazwischen liegen die Fettzellen, die Adipozyten. Wenn diese Fettzellen sich vergrößern, zum Beispiel durch hormonelle Einflüsse oder eine veränderte Stoffwechsellage, drücken sie sich nach oben gegen die Haut. Gleichzeitig ziehen die senkrechten, oft verkürzten und weniger elastischen Bindegewebsstränge die Haut nach unten. Dieses Zusammenspiel von Druck von unten und Zug von oben erzeugt die typischen Dellen und Hügel an der Oberfläche.

Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Eine moderne Betrachtungsweise bezieht weitere entscheidende Faktoren mit ein:

  • Mikrozirkulation: Die feinsten Blutgefäße, die Kapillaren, sind für die Nährstoffversorgung des Gewebes und den Abtransport von Stoffwechselprodukten zuständig. Ist diese Mikrozirkulation gestört, kann es zu einer Unterversorgung des Bindegewebes und einer Ansammlung von Flüssigkeit kommen.
  • Lymphsystem: Das Lymphsystem ist das Abtransportsystem unseres Körpers für Flüssigkeit und Abfallprodukte aus dem Gewebe. Ein träger Lymphfluss kann dazu führen, dass sich Flüssigkeit und Proteine im Bindegewebe stauen, was den Druck weiter erhöht und das Erscheinungsbild der Cellulite verstärken kann.
  • Entzündliche Prozesse: Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse im Fett- und Bindegewebe eine Rolle spielen könnten. Diese "stillen Entzündungen" können die Struktur der Kollagenfasern schädigen und die Problematik weiter verschärfen.

Cellulite ist also ein multifaktorielles Geschehen, das Fettgewebe, Bindegewebe, Blutgefäße und das Lymphsystem umfasst.

Die Ursachen: Ein komplexes Zusammenspiel

Warum sind fast ausschließlich Frauen betroffen? Die Antwort liegt in einer Kombination aus genetischer Veranlagung, hormonellen Gegebenheiten und Lebensstilfaktoren.

Das weibliche Hormon Östrogen spielt eine zentrale Rolle. Es fördert die Einlagerung von Fett in den typischen Zonen wie Oberschenkeln, Hüften und Gesäß. Zudem macht es das Bindegewebe weicher und dehnbarer, was aus evolutionärer Sicht für eine Schwangerschaft sinnvoll ist, aber auch die Entstehung von Cellulite begünstigt. Männer haben nicht nur eine andere, eher gitterartige Struktur des Bindegewebes, sondern auch weniger Östrogen und eine im Durchschnitt dünnere Unterhautfettschicht.

Weitere Faktoren sind:

  • Genetische Veranlagung: Die Qualität Deines Bindegewebes, Deine Neigung zu Durchblutungsstörungen oder Dein Hormonhaushalt sind zu einem guten Teil erblich bedingt.
  • Lebensstil: Eine unausgewogene, zucker- und salzreiche Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können die Situation verschlechtern. Sie alle beeinflussen die Durchblutung, den Zustand des Bindegewebes und können entzündliche Prozesse im Körper fördern.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion von Kollagen und Elastin ab. Das Bindegewebe verliert an Festigkeit und Elastizität, was die Sichtbarkeit von Cellulite erhöhen kann.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Du nicht "schuld" an Deiner Cellulite bist. Es ist eine natürliche, strukturelle Veranlagung des weiblichen Körpers.

Diagnose und etablierte Behandlungsansätze

Eine ärztliche Diagnose ist bei Cellulite meist nicht notwendig, da es sich um ein kosmetisches Erscheinungsbild und keine Krankheit handelt. Dennoch kann ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt, insbesondere aus der Dermatologie oder Phlebologie, sinnvoll sein. Sie können den Schweregrad beurteilen (es gibt Skalen von Grad 0 bis 3) und, was noch wichtiger ist, andere medizinische Ursachen für Veränderungen an den Beinen ausschließen, wie zum Beispiel ein Lipödem oder eine chronisch-venöse Insuffizienz.

Der Markt für Cellulite-Behandlungen ist riesig und oft unübersichtlich. Etablierte Ansätze zielen darauf ab, einen oder mehrere der beteiligten Faktoren zu beeinflussen:

  • Topische Anwendungen: Cremes und Gels mit Inhaltsstoffen wie Koffein, Retinol oder Pflanzenextrakten sollen die Durchblutung anregen und die Haut straffen. Ihre Wirkung ist in der Regel oberflächlich und temporär.
  • Mechanische Verfahren: Massagetechniken wie die manuelle Lymphdrainage oder spezielle Geräte (z.B. Endermologie) zielen darauf ab, den Lymphfluss anzuregen und das Gewebe zu lockern.
  • Physikalische Therapien: Verfahren wie Radiofrequenz, Stoßwellentherapie oder Laserbehandlungen sollen die Kollagenproduktion anregen und das Bindegewebe von innen heraus straffen.

All diese Methoden erfordern regelmäßige Wiederholungen, um einen sichtbaren Effekt zu erhalten. Ein dauerhaftes "Heilen" der Cellulite verspricht keine von ihnen. Ein ganzheitlicher Ansatz, der eine gesunde Lebensführung mit gezielten Anwendungen kombiniert, gilt als der vielversprechendste Weg. Und hier kann die Ganzkörperkältetherapie eine interessante Ergänzung sein.

Wie eine Ganzkörperkältetherapie unterstützend wirken kann

Die Ganzkörperkältetherapie, wie wir sie hier in Memmingen anbieten, ist eine Anwendung, bei der Du für rund drei Minuten einer extrem trockenen Kälte von circa -110 °C ausgesetzt bist. Es handelt sich um eine systemische Anwendung. Das bedeutet, der Kältereiz wirkt nicht nur lokal auf eine bestimmte Hautstelle, sondern auf den gesamten Körper und löst eine Kaskade von physiologischen Reaktionen aus.

Im Kontext von Cellulite sind vor allem drei dieser Reaktionen von wissenschaftlichem Interesse: 1. Die Reaktion der Blutgefäße: Der extreme Kältereiz führt zu einer sofortigen, starken Verengung der oberflächlichen Blutgefäße (Vasokonstriktion). Dies ist ein Schutzmechanismus des Körpers, um den Wärmeverlust zu minimieren [1]. Verlässt Du die Kryotherapie (Cryo), reagiert der Körper mit einer kompensatorischen, starken Erweiterung der Gefäße (reaktive Vasodilatation). Dieser Effekt kann deutlich länger anhalten als die Kälteanwendung selbst. Man kann sich das wie ein intensives Training für die Blutgefäße vorstellen. Eine solche Anregung der Mikrozirkulation könnte theoretisch die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessern und den Abtransport von Stoffwechselendprodukten fördern. 2. Die Beeinflussung von Entzündungsmarkern: Wie bereits erwähnt, spielen unterschwellige Entzündungsprozesse im Bindegewebe möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung und Verschlechterung von Cellulite. Die Forschung zur Ganzkörperkältetherapie, vor allem im Sportbereich, untersucht intensiv deren Einfluss auf Entzündungsmarker [8]. Die Idee ist, dass der intensive Kältereiz die Ausschüttung von entzündungsfördernden Substanzen regulieren und die Freisetzung von entzündungshemmenden Botenstoffen fördern könnte. 3. Die Wirkung auf oxidativen Stress: Oxidativer Stress entsteht, wenn im Körper ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien herrscht. Dieser Zustand kann Zellstrukturen, einschließlich Kollagen- und Elastinfasern, schädigen. Es gibt Hinweise darauf, dass regelmäßige Kälteanwendungen den Körper dazu anregen könnten, seine eigenen antioxidativen Abwehrmechanismen zu stärken [4].

Die Ganzkörperkältetherapie zielt also nicht darauf ab, Fettzellen "wegzufrieren". Vielmehr geht es darum, über einen kurzen, intensiven Reiz systemische Anpassungs- und Regulationsprozesse im Körper anzustoßen, die das physiologische Umfeld im Bindegewebe positiv beeinflussen können.

Was die Forschung zeigt

Es ist uns als seriöser Anbieter wichtig, die wissenschaftliche Datenlage realistisch darzustellen. Direkte, groß angelegte klinische Studien, die die Wirkung der Ganzkörperkältetherapie spezifisch auf Cellulite untersuchen, sind derzeit Mangelware. Daher müssen wir uns ansehen, was über die grundlegenden physiologischen Wirkmechanismen der Kälte bekannt ist und welche vorsichtigen Rückschlüsse sich daraus ziehen lassen.

Die Forschung konzentriert sich oft auf gesunde Probanden oder Athleten, um grundlegende Reaktionen des Körpers zu verstehen. Eine Untersuchung an gesunden Männern deutet darauf hin, dass eine Serie von zehn Sitzungen in der Ganzkörperkältekammer zu einer signifikanten Reduktion von Markern für oxidativen Stress im Blut führen kann [4]. Dies legt nahe, dass der Körper durch die wiederholte Kältestimulation seine Fähigkeit verbessert, mit zellschädigenden freien Radikalen umzugehen. Ein solcher Effekt könnte theoretisch auch für die Gesundheit des Bindegewebes relevant sein, dessen Strukturen durch oxidativen Stress geschädigt werden können.

Eine andere Studie untersuchte die Auswirkungen von Kryotherapie-Sitzungen auf Entzündungsmarker. Hier zeigten sich bei gesunden Männern nach einer Serie von Anwendungen Veränderungen bei der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen und beim Spiegel des Botenstoffs Interleukin-6, der sowohl entzündungsfördernde als auch entzündungshemmende Eigenschaften haben kann [5]. Die genaue Interpretation dieser Befunde ist komplex, aber sie stützt die Hypothese, dass Ganzkörperkälte das Immunsystem und Entzündungsreaktionen im Körper modulieren kann [8].

Wichtig sind auch die Grenzen dieser Forschung: Die Teilnehmerzahlen sind oft klein, die Beobachtungszeiträume kurz. Die meisten Studien wurden mit Männern durchgeführt, was die Übertragbarkeit auf Frauen, die primäre Zielgruppe für Cellulite-Themen, einschränkt. Zudem ist die Hautkühlung von individuellen Faktoren wie dem Körperbau und dem Geschlecht abhängig [2]. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, dass jeder Mensch exakt gleich auf die Kälte reagiert. Die vorhandenen Daten liefern interessante physiologische Puzzleteile, aber kein vollständiges Bild speziell für die Anwendung bei Cellulite. Wir können aus der Forschung also spannende Hypothesen ableiten, aber keine gesicherten Wirknachweise.

Ganzkörperkältetherapie in der Praxis: Was Dich bei uns in Memmingen erwartet

Wenn Du Dich für eine Ganzkörperkältetherapie als Ergänzung Deines persönlichen Wohlfühlprogramms entscheidest, ist es wichtig zu wissen, was Dich erwartet. Bei uns im Studio Kryo Memmingen betrittst Du eine spezielle Kammer, in der die Luft mittels einer Wirbelstromkühlung auf etwa -110 °C heruntergekühlt wird. Entscheidend ist, dass diese Kälte extrem trocken ist. Dadurch wird sie als weniger unangenehm empfunden als beispielsweise ein Bad in eiskaltem Wasser.

Vor der Anwendung wirst Du von unserem geschulten Personal genau eingewiesen. Du trägst Badekleidung sowie Schutz für Hände, Füße, Mund und Ohren. Die Anwendung selbst dauert nur etwa drei Minuten. In dieser kurzen Zeit reagiert Dein Körper mit den beschriebenen physiologischen Prozessen. Viele unserer Gäste hier aus dem Unterallgäu und darüber hinaus berichten nach der Anwendung von einem Gefühl der Erfrischung, einer angeregten Durchblutung und einem allgemeinen Wohlbefinden.

Eine einzelne Kälteanwendung kann bereits einen spürbaren Effekt auf Dein Befinden haben. Um jedoch die beschriebenen, tiefergehenden Anpassungsprozesse des Körpers wie die Stärkung des antioxidativen Systems [4] oder die Modulation von Entzündungsprozessen [5] zu unterstützen, wird in der Regel eine Serie von Anwendungen in regelmäßigen Abständen empfohlen. Die Ganzkörperkältetherapie sollte dabei als Teil eines Gesamtkonzepts verstanden werden, das auch eine bewusste Ernährung, ausreichend Bewegung und eine gute Hautpflege umfasst.

Wichtige Hinweise und Kontraindikationen

Die Ganzkörperkältetherapie ist eine intensive Anwendung und nicht für jeden geeignet. Deine Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Deshalb ist eine vorherige ärztliche Abklärung, ob die Anwendung für Dich unbedenklich ist, unerlässlich. Wir bieten eine Wellness- und Regenerationsanwendung an, stellen jedoch keine Diagnosen und geben keine Heilversprechen.

Absolute Kontraindikationen sind unter anderem:

  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina Pectoris, dekompensierte Herzinsuffizienz)
  • Unbehandelter Bluthochdruck
  • Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
  • Raynaud-Syndrom in schwerer Ausprägung
  • Kälteallergie
  • Schwangerschaft
  • Schwere Anämie
  • Krebserkrankungen im akuten Stadium

Diese Liste ist nicht vollständig. Ein offenes Gespräch mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt und unserem Fachpersonal vor Ort ist der beste Weg, um mögliche Risiken auszuschließen.

Häufige Fragen

Kann die Kältetherapie meine Cellulite heilen?

Nein. Keine Methode kann Cellulite "heilen". Die Ganzkörperkältetherapie ist eine unterstützende Maßnahme, die auf systemische Prozesse wie Durchblutung und Entzündungsregulation abzielt. Sie kann Teil eines ganzheitlichen Ansatzes sein, der auch Ernährung und Bewegung umfasst.

Wie viele Sitzungen Kältetherapie sind nötig, um eine Veränderung zu sehen?

Dies ist individuell sehr verschieden und hängt von Deiner Ausgangssituation, Deinem Lebensstil und Deinen Zielen ab. Es gibt keine pauschale Antwort. Viele Protokolle, die in Studien untersucht wurden, umfassten Serien von 10 bis 20 Anwendungen [4, 5], um physiologische Anpassungen zu beobachten.

Ist die Anwendung bei -110 °C nicht schmerzhaft?

Die Kälte ist intensiv, aber da die Luft extrem trocken ist, wird sie von den meisten Menschen nicht als schmerzhaft, sondern eher als prickelnd und erfrischend empfunden. Die kurze Dauer von rund drei Minuten trägt ebenfalls zur guten Verträglichkeit bei.

Kann ich direkt nach der Kältetherapie Sport machen?

Ja, viele Sportler nutzen die Kälteanwendung sogar vor dem Training, um die Durchblutung anzuregen, oder nach dem Training zur Regeneration. Eine leichte Aktivität nach der Sitzung kann die reaktive Gefäßerweiterung zusätzlich unterstützen.

Ist die Kältetherapie bei Krampfadern oder Besenreisern geeignet?

Bei leichten Formen ist die Anwendung oft möglich und kann durch den Gefäßtrainingseffekt sogar als angenehm empfunden werden. Bei ausgeprägten Krampfadern oder einer Venenentzündung (Thrombophlebitis) ist jedoch Vorsicht geboten und eine ärztliche Freigabe absolut notwendig.

Was ist der Unterschied zu Wechselduschen zu Hause?

Wechselduschen sind ein hervorragendes Mittel für das tägliche Gefäßtraining. Die Ganzkörperkältetherapie bei -110 °C stellt jedoch einen weitaus stärkeren und vor allem systemischen Reiz dar, der eine intensivere und umfassendere physiologische Reaktion des Körpers auslöst [6]. Beide Methoden schließen sich nicht aus, sondern können sich gut ergänzen.

Kältetherapie in Memmingen

Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Cellulite begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.

Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.

Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.

Studien und Quellen

Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy

    Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.

  2. [2] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy

    Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.

  3. [3] Whole-body cryotherapy in athletes

    Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.

  4. [4] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men

    Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.

  5. [5] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?

    Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.

  6. [6] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications

    Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.

  7. [7] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives

    Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.

  8. [8] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature

    Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.