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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Podologin (37 Jahre Praxis), sektorale Heilpraktikerin für Podologie
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Der morgendliche Schmerz: Wenn jeder Schritt zur Qual wird
Du steigst aus dem Bett und noch bevor du richtig wach bist, trifft dich der Schmerz. Ein stechender Impuls, als ob du barfuß auf einen spitzen Stein oder Nagel getreten wärst. Genau dort, unter deiner Ferse. Die ersten Schritte sind eine Tortur, du humpelst vorsichtig ins Badezimmer und hoffst, dass der Schmerz nachlässt, sobald du dich etwas bewegt hast. Dieses Szenario ist für Menschen mit einem Fersensporn, genauer gesagt einer Plantarfasziitis, bittere Realität. Der Schmerz diktiert den Alltag, macht die morgendliche Routine zur Herausforderung, die geliebte Joggingrunde unmöglich und lange Arbeitstage im Stehen zu einer Belastungsprobe. Klassische Therapien sind oft langwierig. In diesem Kontext rückt ein physiologisch interessanter Ansatz in den Fokus: die Ganzkörperkältetherapie. Sie könnte eine ergänzende Rolle im Gesamtkonzept zur Linderung der Beschwerden spielen.
Was genau ist ein Fersensporn? Ein Blick auf die Anatomie
Obwohl der Name es vermuten lässt, ist meist nicht der knöcherne Sporn selbst die primäre Ursache des Schmerzes. Der Begriff "Fersensporn" hat sich umgangssprachlich für zwei verschiedene Phänomene etabliert, von denen meist der untere, plantare Fersensporn gemeint ist. Um die Beschwerden zu verstehen, müssen wir uns eine bestimmte Struktur an deiner Fußsohle ansehen: die Plantarfaszie.
Stell dir diese Faszie wie eine dicke, robuste Sehnenplatte vor, die von deinem Fersenbein (Calcaneus) ausgeht und sich fächerförmig zu den Zehengrundgelenken erstreckt. Sie ist essenziell für die Stabilität des Fußlängsgewölbes und wirkt bei jedem Schritt wie ein Stoßdämpfer. Sie fängt die enormen Kräfte ab, die beim Gehen, Laufen und Springen auf deinen Fuß einwirken.
Durch dauerhafte Über- oder Fehlbelastung können am Ansatz dieser Sehnenplatte am Fersenbein winzige Verletzungen, sogenannte Mikrotraumata, entstehen. Der Körper reagiert auf diese wiederholten kleinen Risse mit einem Reparaturprozess, der eine lokale Entzündung hervorruft. Mediziner sprechen hier von einer Plantarfasziitis. Diese Entzündung ist es, die den charakteristischen, oft als brennend oder stechend beschriebenen Schmerz verursacht. Als Reaktion auf den ständigen Zug und die chronische Entzündung an dieser Stelle kann der Körper versuchen, den Bereich zu stabilisieren, indem er dort Knochenmaterial ablagert. So entsteht über Monate oder Jahre der eigentliche, im Röntgenbild sichtbare Fersensporn. Er ist also eher eine Folge des Problems als dessen Ursache. Der Schmerz kommt von der entzündeten, gereizten Faszie, nicht vom Knochenauswuchs.
Ursachen und Risikofaktoren: Mehr als nur eine Überlastung
Die Entstehung einer Plantarfasziitis ist selten auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Meist handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die die Sehnenplatte an ihre Belastungsgrenze bringen.
- Mechanische Überlastung: Dies ist der häufigste Auslöser. Dazu zählen langes Stehen oder Gehen auf harten Böden, wie es in vielen Berufen (Gastronomie, Verkauf, Pflege) der Fall ist. Auch eine plötzliche Erhöhung der Trainingsintensität oder -dauer, beispielsweise bei Läufern oder Wanderern, kann die Faszie überfordern.
- Fußfehlstellungen: Ein Senk-, Spreiz- oder Knickfuß verändert die Biomechanik des Fußes. Die Last wird nicht mehr optimal verteilt, was zu einer unphysiologischen Spannung auf der Plantarfaszie führt.
- Unpassendes Schuhwerk: Schuhe ohne ausreichend Dämpfung, mit zu dünnen Sohlen oder ohne stützendes Fußbett tragen erheblich zur Problematik bei. Auch das häufige Tragen von hohen Absätzen kann durch die Verkürzung der Wadenmuskulatur indirekt den Zug auf die Faszie erhöhen.
- Übergewicht: Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht erhöht die Last, die deine Füße bei jedem Schritt tragen müssen. Dies steigert den Druck auf die Plantarfaszie signifikant.
- Verkürzte Wadenmuskulatur: Eine verspannte oder verkürzte Wadenmuskulatur erhöht ebenfalls die Spannung im gesamten System aus Achillessehne und Plantarfaszie, da diese Strukturen funktionell eng miteinander verbunden sind.
- Alter: Mit zunehmendem Alter verliert das Fettpolster unter der Ferse, das als natürlicher Stoßdämpfer dient, an Elastizität und Volumen. Gleichzeitig nimmt auch die Elastizität der Sehnen ab.
Das Erkennen deiner individuellen Risikofaktoren ist ein wichtiger Schritt, da eine nachhaltige Besserung nur erreicht werden kann, wenn diese Ursachen angegangen werden.
Ärztliche Diagnose: Der Weg zur Klarheit
Wenn du unter den beschriebenen Fersenschmerzen leidest, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu einer Ärztin oder einem Arzt, beispielsweise für Orthopädie. Eine Selbstdiagnose ist nicht zielführend, da auch andere Erkrankungen wie Stressfrakturen, Nervenkompressionen oder rheumatische Erkrankungen ähnliche Symptome verursachen können.
Die Diagnostik beginnt typischerweise mit einer ausführlichen Anamnese. Dein Arzt wird dich fragen, wann und wo der Schmerz auftritt, was ihn verstärkt und was ihn lindert. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Durch gezielten Druck auf bestimmte Punkte an der Ferse und der Fußsohle kann der Arzt den Schmerz lokalisieren und eine Plantarfasziitis als wahrscheinlichste Ursache identifizieren. Oft wird auch die Beweglichkeit im Sprunggelenk und die Dehnbarkeit der Wadenmuskulatur geprüft.
Um die Diagnose zu sichern und andere Ursachen auszuschließen, können bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen. Eine Ultraschalluntersuchung kann die entzündete und verdickte Plantarfaszie direkt sichtbar machen. Eine Röntgenaufnahme dient vor allem dazu, den knöchernen Fersensporn darzustellen und knöcherne Verletzungen auszuschließen. Es ist wichtig zu verstehen, dass unsere Anwendungen in Memmingen eine reine Wellness- und Regenerationsmaßnahme sind. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder eine von Fachleuten empfohlene Therapie.
Klassische Behandlungswege: Was die Medizin empfiehlt
Die Therapie der Plantarfasziitis ist in der Regel konservativ und zielt darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und die Ursachen zu beheben. Geduld ist hierbei entscheidend, da die Heilung oft mehrere Wochen bis Monate dauern kann. Die etablierten Säulen der Behandlung sind:
- Entlastung: Die wichtigste Sofortmaßnahme ist, die Belastung zu reduzieren. Das bedeutet eine Pause von schmerzauslösenden Aktivitäten wie Joggen oder langen Wanderungen.
- Dehnung: Regelmäßige und konsequente Dehnübungen für die Wadenmuskulatur und die Plantarfaszie selbst sind zentral. Sie helfen, die Spannung im Gewebe zu reduzieren. Dein Physiotherapeut kann dir hier die richtigen Übungen zeigen.
- Kräftigung: Eine gezielte Kräftigung der Fußmuskulatur hilft, das Fußgewölbe aktiv zu stabilisieren und die Plantarfaszie zu entlasten.
- Manuelle Therapie und Physiotherapie: Fachleute können durch gezielte Techniken Verklebungen im Fasziengewebe lösen und die Beweglichkeit verbessern.
- Orthopädische Einlagen: Maßgefertigte Einlagen können Fußfehlstellungen korrigieren und die Ferse polstern. Sie verteilen den Druck gleichmäßiger über den Fuß.
- Lokale Kühlung: Das Kühlen der betroffenen Stelle mit Eispackungen für etwa 10 bis 15 Minuten mehrmals täglich kann helfen, den Schmerz und die Entzündung kurzfristig zu lindern.
- Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) können vorübergehend eingesetzt werden, um starke Schmerzen und die Entzündung zu dämpfen.
- Injektionen: In hartnäckigen Fällen kann eine Ärztin oder ein Arzt Kortisoninjektionen in Erwägung ziehen, um die Entzündung direkt vor Ort zu bekämpfen.
In dieses multimodale Konzept kann sich eine Ganzkörperkältetherapie als begleitende Maßnahme zur Unterstützung der körpereigenen Regenerationsprozesse einfügen.
Ganzkörperkältetherapie: Ein physiologischer Ansatz zur Unterstützung
Die Anwendung von Kälte zur Linderung von Schmerz und Entzündung ist seit Langem bekannt, meist in Form von lokalen Eisbeuteln. Die Ganzkörperkältetherapie verfolgt einen anderen, systemischen Ansatz. Bei einer Sitzung in unserer Kryotherapie (Cryo) in Memmingen setzt du deinen Körper für etwa drei Minuten einer extrem trockenen Kälte von -110 °C aus. Dieser intensive, aber kurze Reiz löst eine Kaskade von physiologischen Reaktionen im gesamten Organismus aus.
Der Körper reagiert auf die extreme Kälte zunächst mit einer starken Verengung der oberflächlichen Blutgefäße (Vasokonstriktion). Dies dient dem Schutz des Körperkerns vor dem Auskühlen. Das Blut wird aus der Peripherie, also Haut und Muskulatur, in den Rumpf zentralisiert. Nach Verlassen der Kryotherapie geschieht das Gegenteil: Die Gefäße weiten sich stark (Vasodilatation). Dieser Effekt kann die Durchblutung im gesamten Körper anregen. Viele unserer Gäste berichten von einem Gefühl der Frische und einer veränderten Schmerzwahrnehmung.
Für das Beschwerdebild einer Plantarfasziitis sind vor allem zwei Aspekte der Ganzkörperkältetherapie physiologisch interessant. Zum einen wird die mögliche Beeinflussung von Entzündungsprozessen auf systemischer Ebene untersucht. Zum anderen könnte die Kälteanwendung die Schmerzwahrnehmung modulieren. Der starke Kältereiz auf die Hautsensoren könnte die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn vorübergehend beeinflussen und die Ausschüttung von Endorphinen anregen. Diese körpereigenen Substanzen wirken schmerzlindernd und stimmungsaufhellend. Eine Ganzkörperkältetherapie zielt also nicht direkt auf die Ferse, sondern auf die Aktivierung allgemeiner regulatorischer Prozesse des Körpers, die sich dann unterstützend auf lokale Beschwerdebilder wie eine Plantarfasziitis auswirken könnten.
Was die Forschung zeigt
Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie ist ein dynamisches Feld. Es ist jedoch wichtig, die aktuelle Datenlage differenziert zu betrachten. Direkte, randomisiert-kontrollierte Studien, die den Effekt von Ganzkörperkälte spezifisch bei Plantarfasziitis untersucht haben, liegen derzeit nicht vor. Die wissenschaftlichen Ableitungen müssen daher vorsichtig aus Studien zu anderen, teils verwandten Beschwerdebildern und aus grundlagenphysiologischen Untersuchungen gezogen werden.
Der Fokus der Forschung liegt oft auf dem Einfluss der Kälte auf Entzündungen und Schmerz, was eine Übertragung auf die Symptomatik des Fersensporns theoretisch denkbar macht. Eine systematische Übersichtsarbeit, die den Einsatz von Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen analysierte, gibt Hinweise darauf, dass Kälte prinzipiell ein valider Forschungsgegenstand bei entzündlichen Prozessen ist [2]. Dies stützt die Grundannahme, dass Kälte eine entzündungsmodulierende Wirkung haben könnte.
Untersuchungen an gesunden Männern haben beispielsweise analysiert, wie sich systemische Entzündungsmarker wie das Zytokin Interleukin-6 (IL-6) nach wiederholten Kälteanwendungen verändern [3]. Solche Studien liefern grundlegende Daten darüber, auf welchen Wegen eine Ganzkörperkältetherapie überhaupt in die Entzündungsregulation des Körpers eingreifen könnte. Auch wenn diese Studien nicht an Patienten mit Fersensporn durchgeführt wurden, zeigen sie, dass die Anwendung messbare physiologische Reaktionen auslöst.
Weitere Untersuchungen konzentrierten sich auf Krankheitsbilder, die wie die Plantarfasziitis mit chronischen Schmerzen und Entzündungen einhergehen. So wurde die Ganzkörperkältetherapie beispielsweise in Kombination mit Bewegung bei Patienten mit Fibromyalgie, einem chronischen Schmerzsyndrom, und bei axialer Spondyloarthritis, einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung der Wirbelsäule, untersucht [1]. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kälteanwendungen das Potenzial haben könnten, die Schmerzwahrnehmung zu beeinflussen.
Es ist jedoch essenziell, die Grenzen dieser Forschung zu benennen. Viele Studien haben nur eine kleine Teilnehmerzahl, kurze Beobachtungszeiträume oder es fehlt eine Kontrollgruppe, die eine Scheinbehandlung erhält (Verblindung) [7]. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse, die beispielsweise bei Athleten [8] oder Patienten mit rheumatischen Erkrankungen [2] gewonnen wurden, auf Menschen mit einer Plantarfasziitis ist hypothetisch. Die Reaktion auf Kälte ist zudem individuell und kann von Faktoren wie Körperbau und Geschlecht abhängen [4]. Die Forschung liefert also spannende physiologische Erklärungsmodelle und erste Hinweise, aber keine abschließenden Beweise. Sie zeigt, dass die Ganzkörperkältetherapie ein vielversprechender Ansatz ist, dessen Mechanismen und Potenziale weiter erforscht werden müssen.
Für wen ist eine Kältetherapie geeignet und was ist zu beachten?
Obwohl die Ganzkörperkältetherapie für die meisten Menschen gut verträglich ist, handelt es sich um einen intensiven Reiz, der nicht für jeden geeignet ist. Es gibt klare Kontraindikationen, bei denen von einer Anwendung abzuraten ist. Dazu gehören:
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten sechs Monaten, instabile Angina Pectoris, schwere Herzrhythmusstörungen, unbehandelter Bluthochdruck)
- Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
- Kälteallergie oder Morbus Raynaud (Weißfingerkrankheit)
- Schwere arterielle Durchblutungsstörungen
- Akute fieberhafte Erkrankungen
- Krebserkrankungen im akuten Stadium
- Schwangerschaft
Vor deiner ersten Anwendung bei uns im Studio in Memmingen führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch, um sicherzustellen, dass keine Kontraindikationen vorliegen. Für die Anwendung selbst ist es wichtig, dass deine Haut komplett trocken ist und du sämtlichen Schmuck und metallische Gegenstände ablegst. Wir stellen dir Schutzkleidung für Hände, Füße und Ohren zur Verfügung. Die Ganzkörperkältetherapie sollte stets als das verstanden werden, was sie ist: eine unterstützende Maßnahme im Rahmen eines gesunden Lebensstils und eines umfassenden, ärztlich begleiteten Therapiekonzepts für deine Beschwerden im Bereich des Unterallgäus und darüber hinaus.
Häufige Fragen
Kann eine Ganzkörperkältetherapie meinen Fersensporn heilen?
Nein, die Ganzkörperkältetherapie ist keine Heilmethode für einen Fersensporn. Sie ist eine Wellness- und Regenerationsanwendung, die darauf abzielt, die körpereigenen Regulations- und Regenerationsprozesse zu unterstützen. Sie kann im Rahmen eines Gesamtkonzepts begleitend zur Linderung von Symptomen wie Schmerz und Entzündung beitragen.
Wie schnell kann ich mit einer Besserung rechnen?
Das ist sehr individuell und kann nicht pauschal beantwortet werden. Einige unserer Gäste berichten bereits nach wenigen Anwendungen von einer spürbaren Veränderung der Schmerzwahrnehmung. Bei chronischen Beschwerden wie einer Plantarfasziitis ist jedoch meist eine Serie von Anwendungen über mehrere Wochen sinnvoll, um mögliche unterstützende Effekte zu beobachten.
Was ist der Unterschied zwischen Ganzkörperkältetherapie und einem Eisbeutel auf der Ferse?
Ein Eisbeutel wirkt lokal und oberflächlich. Er kühlt das Gewebe an der Ferse, um dort die Entzündung und den Schmerz zu dämpfen. Die Ganzkörperkältetherapie ist ein systemischer Reiz, der auf den gesamten Organismus wirkt und eine komplexe Kaskade von Reaktionen im Nerven-, Hormon- und Immunsystem auslösen soll.
Wie oft sollte ich zur Kälteanwendung kommen?
Für die Unterstützung bei chronischen Beschwerden wie einer Plantarfasziitis empfehlen wir oft eine initiale Serie von mehreren Anwendungen in relativ kurzen Abständen, zum Beispiel zwei- bis dreimal pro Woche. Anschließend können die Abstände je nach individuellem Empfinden vergrößert werden. Dein persönliches Anwendungsschema besprechen wir gerne mit dir vor Ort.
Warum muss ich trotz der Kälteanwendung noch Dehnübungen machen?
Die Ganzkörperkältetherapie kann die Symptome beeinflussen, behebt aber nicht die mechanischen Ursachen deines Fersensporns, wie etwa eine verkürzte Wadenmuskulatur oder eine schwache Fußmuskulatur. Dehn- und Kräftigungsübungen sind daher unerlässlich, um das Problem an der Wurzel anzugehen und ein Wiederauftreten der Beschwerden zu verhindern.
Ist die extreme Kälte nicht gefährlich oder schmerzhaft?
Die Kälte von -110 °C ist extrem trocken, weshalb sie sich anders anfühlt als feuchte Kälte und als gut erträglich empfunden wird. Die Anwendung dauert nur rund drei Minuten und findet unter ständiger Aufsicht statt. Ein leichtes Kribbeln oder Piksen auf der Haut ist normal, Schmerzen treten jedoch nicht auf.
Bezahlt die Krankenkasse die Ganzkörperkältetherapie?
In der Regel wird die Ganzkörperkältetherapie für diese Indikation nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, da es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) bzw. eine Wellness- und Regenerationsanwendung handelt. Private Kassen oder Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten je nach Vertrag teilweise.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Fersensporn begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome
Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.
- [2] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [3] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [4] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [5] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [6] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [7] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [8] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.