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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Es ist ein Gefühl, das unter die Haut geht. Buchstäblich. Es beginnt oft schleichend, ein kaum wahrnehmbares Kribbeln am Arm, am Bein, am Rücken. Du versuchst, es zu ignorieren. Doch es wird stärker, fordernder, bis es deine gesamte Aufmerksamkeit gefangen nimmt. Der Drang zu kratzen wird übermächtig. Du gibst nach, und für einen kurzen, trügerischen Moment spürst du Erleichterung. Doch fast augenblicklich folgt die Reue. Die Haut ist nun gerötet, gereizt, vielleicht sogar verletzt. Und der Juckreiz? Er kehrt zurück, oft intensiver als zuvor. Dieser Kreislauf kann den Schlaf rauben, die Konzentration stören und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Viele Menschen, die mit chronischem Juckreiz leben, kennen diese Situation nur zu gut. Sie suchen nach Wegen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Eine moderne, unterstützende Möglichkeit, die auf rein physikalischen Prinzipien beruht, ist die Ganzkörperkältetherapie.
Der unerträgliche Kreislauf: Was Juckreiz im Körper auslöst
Juckreiz, medizinisch als Pruritus bezeichnet, ist keine Krankheit für sich, sondern ein Symptom. Er ist ein komplexes Warnsignal deines Körpers, ähnlich wie Schmerz. Ausgelöst wird er durch die Reizung spezialisierter, freier Nervenendigungen in der obersten Hautschicht. Verschiedene Botenstoffe können diese Nerven aktivieren. Der bekannteste ist Histamin, das bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird. Doch die Wissenschaft kennt heute viele weitere Substanzen, die Juckreiz vermitteln, darunter bestimmte Zytokine, Neuropeptide und Proteasen.
Diese Botenstoffe binden an Rezeptoren auf den Nervenfasern. Das Signal wird dann über spezialisierte, langsam leitende Nervenbahnen, die C-Fasern, zum Rückenmark und weiter ins Gehirn transportiert. Dort, in verschiedenen Arealen der Großhirnrinde, wird das Signal als Juckreiz wahrgenommen und löst den motorischen Reflex des Kratzens aus.
Das Kratzen verschafft kurzfristig Linderung, weil es einen leichten Schmerzreiz erzeugt. Dieser Schmerzreiz überlagert vorübergehend das Juckreizsignal auf seinem Weg ins Gehirn. Die Nerven sind quasi "beschäftigt". Langfristig ist Kratzen jedoch fatal. Es schädigt die empfindliche Hautbarriere, führt zu winzigen Verletzungen und setzt neue entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Diese wiederum verstärken den Juckreiz. Ein Teufelskreis aus Jucken und Kratzen entsteht, der die Haut weiter schädigt und das Problem chronisch werden lassen kann.
Die Suche nach der Ursache: Ein Fall für die ärztliche Diagnostik
Die Auslöser für Juckreiz sind außerordentlich vielfältig. Daher ist eine gründliche Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt unerlässlich, bevor du über unterstützende Maßnahmen wie eine Kälteanwendung nachdenkst. Nur eine medizinische Diagnose kann die Ursache klären und die Weichen für eine gezielte Behandlung stellen. Unsere Anwendung im Studio Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine reine Wellness- und Regenerationsanwendung und ersetzt keine ärztliche Therapie.
Mögliche Ursachen für Juckreiz lassen sich grob einteilen:
- Dermatologische Erkrankungen: Die häufigsten Ursachen liegen direkt in der Haut. Dazu gehören trockene Haut (Xerosis cutis), Neurodermitis (atopisches Ekzem), Schuppenflechte (Psoriasis), Nesselsucht (Urtikaria), Pilzinfektionen oder Insektenstiche.
- Allergische Reaktionen: Kontaktallergien auf Metalle wie Nickel, Duftstoffe in Kosmetika oder Waschmitteln sowie Nahrungsmittelallergien können starken Juckreiz auslösen.
- Systemische Erkrankungen: Manchmal ist der Juckreiz ein Hinweis auf eine Erkrankung innerer Organe. Lebererkrankungen, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder auch Diabetes mellitus können mit Pruritus einhergehen.
- Neurologische und psychische Ursachen: Auch Erkrankungen des Nervensystems, wie eine Post-Zoster-Neuralgie nach einer Gürtelrose, oder eingeklemmte Nerven können Juckreiz verursachen. Seltener sind psychogene Ursachen, bei denen Stress und seelische Belastungen eine zentrale Rolle spielen.
- Medikamentennebenwirkungen: Eine Vielzahl von Medikamenten kann als unerwünschte Nebenwirkung Juckreiz hervorrufen.
Die ärztliche Diagnostik umfasst in der Regel eine ausführliche Anamnese, eine genaue Untersuchung der Haut, Bluttests und gegebenenfalls Allergietests oder die Entnahme einer kleinen Hautprobe.
Was die Medizin empfiehlt: Etablierte Behandlungswege
Die Therapie richtet sich immer nach der diagnostizierten Ursache. Im Zentrum steht oft die Wiederherstellung der gestörten Hautbarriere. Eine konsequente Basispflege mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Cremes oder Lotionen ist bei fast allen Formen von Juckreiz, die mit trockener Haut einhergehen, die Grundlage.
Je nach Ursache und Schweregrad kommen weitere medizinische Behandlungen zum Einsatz:
- Topische Therapien: Cremes, Salben oder Lotionen mit Wirkstoffen wie Kortison wirken stark entzündungshemmend und unterdrücken die überschießende Immunreaktion in der Haut. Calcineurin-Inhibitoren sind eine kortisonfreie Alternative für empfindliche Bereiche. Polidocanol ist ein lokal wirksames Betäubungsmittel, das den Juckreiz kurzfristig lindern kann.
- Systemische Therapien: Bei starkem, großflächigem Juckreiz können Tabletten notwendig werden. Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin und helfen besonders gut bei allergisch bedingtem Juckreiz und Nesselsucht. Bei schweren Entzündungen können Kortisontabletten oder moderne Biologika zum Einsatz kommen, die gezielt in das Immunsystem eingreifen.
- Phototherapie: Die Behandlung mit ultraviolettem Licht (UV-Therapie) in einer dermatologischen Praxis kann bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte entzündungshemmend und juckreizlindernd wirken.
Alle diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Ursache zu bekämpfen oder die Symptome effektiv zu kontrollieren.
Unterstützung aus der Kälte: Die Rolle der Ganzkörperkältetherapie
Wo kann nun eine Ganzkörperkältetherapie in diesem komplexen Geschehen einen unterstützenden Platz finden? Die Anwendung von extremer, trockener Kälte bei -110 °C für rund drei Minuten zielt nicht darauf ab, die Grunderkrankung zu heilen. Vielmehr setzt sie auf der physiologischen Ebene an und kann helfen, die Symptome zu beeinflussen und den Teufelskreis aus Jucken und Kratzen zu durchbrechen. Die Wirkung beruht auf mehreren Mechanismen, die sich ergänzen.
Der erste Effekt ist ein direkter Einfluss auf die Nervenleitung. Kälte verlangsamt die Geschwindigkeit, mit der Nervenimpulse weitergeleitet werden. Das gilt auch für die juckreizvermittelnden C-Fasern. Der intensive Kältereiz auf der gesamten Hautoberfläche erzeugt ein starkes Signal, das im Gehirn die feineren Juckreizsignale überlagern kann. Viele unserer Gäste beschreiben dies als eine Art "Reset" der Sinneswahrnehmung. Der quälende Fokus auf das Jucken wird durch eine neue, intensive, aber nicht schmerzhafte Empfindung abgelöst. Dieser Effekt kann für mehrere Stunden anhalten und eine willkommene Pause vom ständigen Juckreiz verschaffen.
Der zweite, systemische Effekt betrifft Entzündungsprozesse. Chronischer Juckreiz ist oft eng mit unterschwelligen oder manifesten Entzündungen in der Haut oder im Körper verknüpft. Die intensive, kurzzeitige Kälteexposition bewirkt eine massive Verengung der oberflächlichen Blutgefäße (Vasokonstriktion), gefolgt von einer reaktiven Erweiterung (Vasodilatation) nach der Anwendung [1]. Dieser Prozess kann die Durchblutung und den Stoffwechsel im Gewebe anregen. Die Forschung untersucht zudem, ob regelmäßige Kälteanwendungen die Ausschüttung von entzündungshemmenden Botenstoffen fördern und die Konzentration von entzündungsfördernden Markern im Blut reduzieren können [4, 7]. Ein geringeres systemisches Entzündungsniveau könnte sich positiv auf entzündlich bedingten Juckreiz auswirken.
Ein dritter Aspekt ist die Wirkung auf das vegetative Nervensystem und die Psyche. Der extreme Kältereiz ist ein Stressor, auf den der Körper mit einer komplexen Anpassungsreaktion antwortet. Dazu gehört die Ausschüttung von Endorphinen, die nicht nur schmerzlindernd, sondern auch stimmungsaufhellend wirken können. Eine verbesserte Stimmung und ein Gefühl der Erfrischung und Vitalität können dabei helfen, die psychische Belastung, die mit chronischem Juckreiz einhergeht, besser zu bewältigen.
Was die Forschung zeigt
Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie ist ein dynamisches Feld, auch wenn die Datenlage für das spezifische Symptom Juckreiz noch begrenzt ist. Die meisten Studien konzentrieren sich auf die Effekte bei Sportlern oder gesunden Probanden. Dennoch lassen sich aus der allgemeinen physiologischen Forschung vorsichtige Ableitungen treffen, die mögliche Wirkmechanismen beleuchten.
Ein zentraler und gut belegter Effekt ist die drastische Absenkung der Hautoberflächentemperatur. Eine thermografische Untersuchung zeigte, dass die Hauttemperatur während einer dreiminütigen Anwendung deutlich sinkt, was die Grundlage für die verlangsamte Nervenleitgeschwindigkeit und die veränderte Sinneswahrnehmung darstellt [1]. Dieser Effekt ist die Basis für die mögliche Unterbrechung des Juckreizsignals.
Von besonderem Interesse für entzündlich bedingten Juckreiz sind Studien, die sich mit Entzündungsmarkern im Blut befassen. Eine Übersichtsarbeit, die Studien an Athleten zusammenfasst, deutet darauf hin, dass serielle Kälteanwendungen das Zytokinprofil beeinflussen könnten. Zytokine sind Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen steuern. Es gibt Hinweise, dass die Konzentration von entzündungsfördernden Zytokinen sinken und die von entzündungshemmenden ansteigen könnte [4]. Eine andere Studie an gesunden Männern untersuchte spezifisch den Botenstoff Interleukin-6 (IL-6), der eine wichtige Rolle bei Entzündungen spielt. Nach einer Serie von zehn Kälteanwendungen wurden Veränderungen im IL-6-Spiegel beobachtet, was auf eine Modulation der Entzündungsreaktion durch die Kryotherapie hindeuten könnte [7].
Ein weiterer Forschungsansatz befasst sich mit oxidativem Stress, einem Zustand, bei dem schädliche freie Radikale im Körper überhandnehmen. Oxidativer Stress ist eng mit Entzündungsprozessen verknüpft. Eine Untersuchung an gesunden Männern ergab, dass eine Serie von Kälteanwendungen die antioxidative Kapazität des Körpers stärken und Marker für oxidativen Stress reduzieren kann [6]. Eine solche Reduktion könnte theoretisch auch bei Hauterkrankungen, die mit Entzündung und oxidativem Stress verbunden sind, von Vorteil sein.
Es ist jedoch essenziell, die Grenzen dieser Forschung zu erkennen. Die meisten Studien wurden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt. Die Probanden waren oft junge, gesunde Männer oder Sportler, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Menschen mit chronischen Hauterkrankungen und Juckreiz einschränkt. Viele Studien beobachten nur kurzfristige Effekte, und es fehlen oft Kontrollgruppen, die eine Scheinbehandlung erhalten (Verblindung). Die Forschung zur Ganzkörperkältetherapie bei dermatologischen Patienten steht noch am Anfang. Die beobachteten physiologischen Effekte liefern jedoch plausible Erklärungsmodelle, warum viele Betroffene eine Anwendung als wohltuend und unterstützend empfinden.
Die Kältetherapie bei uns in Memmingen: Dein Ablauf
Wenn du dich nach ärztlicher Abklärung für eine unterstützende Kälteanwendung entscheidest, erwartet dich bei uns im Studio in Memmingen ein einfacher und sicherer Ablauf. Wir nutzen eine elektrische Kryotherapie, die ohne den Einsatz von Stickstoff arbeitet.
Zunächst führen wir ein kurzes Vorgespräch, um sicherzustellen, dass keine Kontraindikationen vorliegen. Du entkleidest dich bis auf die Unterwäsche. Zum Schutz der empfindlichsten Körperstellen erhältst du von uns Handschuhe, Socken, Schuhe, einen Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband oder eine Mütze. Deine Haut muss absolut trocken sein.
Dann betrittst du allein die Kryotherapie. Die Temperatur liegt bei konstant -110 °C. Die Kälte ist trocken, was sie deutlich erträglicher macht als feuchte Kälte, zum Beispiel ein Eisbad. Während der gesamten Anwendung von maximal drei Minuten stehst du mit uns über eine Scheibe und eine Sprechanlage in Kontakt. Du kannst dich langsam bewegen oder auf der Stelle gehen.
Nach Ablauf der Zeit verlässt du die Kammer. Du wirst ein intensives Kribbeln auf der Haut spüren, ein Zeichen dafür, dass sich die Gefäße wieder weiten und das warme Blut zurück in die Peripherie strömt. Viele beschreiben dieses Gefühl als extrem erfrischend und belebend. Die mögliche Linderung des Juckreizes kann sofort oder mit einer leichten Verzögerung eintreten.
Wann Vorsicht geboten ist: Kontraindikationen der Kältetherapie
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine intensive Anwendung, die nicht für jeden geeignet ist. Absolute Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Bei folgenden Zuständen darf eine Kälteanwendung nicht durchgeführt werden:
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina Pectoris, dekompensierte Herzinsuffizienz)
- Unbehandelter Bluthochdruck
- Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
- Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Raynaud-Syndrom
- Kälteallergie
- Akute fieberhafte Infekte
- Schwangerschaft
Speziell im Hinblick auf den Juckreiz ist ein weiterer Punkt entscheidend: Die Haut darf keine offenen, nässenden oder infizierten Stellen aufweisen. Durch das Kratzen entstandene Wunden müssen erst vollständig abgeheilt sein, bevor eine Kälteanwendung infrage kommt. Im Zweifel ist immer die Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt geboten.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Kältetherapie bei Juckreiz anwenden?
Dies ist sehr individuell und eine allgemeine Empfehlung ist nicht möglich. Viele unserer Gäste aus Memmingen und dem Unterallgäu beginnen mit einer Serie von mehreren Anwendungen in kürzeren Abständen, um einen initialen Effekt zu erzielen, und gehen dann zu größeren Abständen über, um den Zustand zu erhalten. Wir beraten dich gerne persönlich.
Ersetzt die Ganzkörperkältetherapie meine ärztliche Behandlung?
Nein, auf keinen Fall. Die Kryotherapie ist eine komplementäre, unterstützende Maßnahme, die deine ärztlich verordnete Therapie begleiten kann. Sie ersetzt weder die Diagnostik noch die Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt.
Ist die Anwendung für Menschen mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis sicher?
Sofern keine offenen, nässenden oder infizierten Hautstellen vorliegen, ist die Anwendung in der Regel gut verträglich. Die extreme, trockene Kälte entzieht der Haut keine Feuchtigkeit. Viele Neurodermitis-Betroffene empfinden die Kälte als sehr angenehm, da sie den Juckreiz lindern kann. Eine vorherige ärztliche Abklärung ist dennoch ratsam.
Was fühlt man bei der Kältetherapie in der Kammer?
Du spürst eine intensive, aber trockene und nicht schmerzhafte Kälte auf der Haut. Die ersten 30 Sekunden sind oft die intensivsten, danach gewöhnt sich der Körper an den Reiz. Die kurze Dauer von rund drei Minuten macht die Anwendung für die meisten Menschen gut aushaltbar.
Warum muss die Temperatur so extrem niedrig sein?
Die Temperatur von -110 °C ist notwendig, um einen ausreichend starken thermischen Schock auf der Hautoberfläche auszulösen. Nur dieser intensive, aber kurze Reiz kann die beschriebenen systemischen Reaktionen des Körpers, wie die Beeinflussung von Nervenleitung und Botenstoffen, effektiv anstoßen.
Gibt es einen Unterschied zu kalten Duschen oder Eisbädern?
Ja, der Unterschied ist fundamental. Die Kälte in der Kryokammer ist trocken, was den Wärmeentzug am Körper anders und für viele angenehmer gestaltet als bei feuchter Kälte. Zudem erreicht man mit Wasser niemals solch tiefe Temperaturen, wodurch die physiologischen Reaktionen weniger ausgeprägt sind.
Was sollte ich direkt nach der Kälteanwendung tun?
Direkt nach der Anwendung solltest du dich in Ruhe wieder anziehen. Bewegung ist gut, um die Durchblutung weiter anzukurbeln. Es ist wichtig, die Haut nach der Anwendung wie gewohnt mit deiner ärztlich empfohlenen Basispflege zu versorgen, um die Hautbarriere zu unterstützen.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Juckreiz begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [2] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [3] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [4] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [5] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [6] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [7] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [8] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.