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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Der Blick in den Spiegel am Morgen. Er entscheidet oft über den ganzen Tag. Wieder diese unruhige Röte auf den Wangen, der Nase, vielleicht sogar am Kinn. Sie fühlt sich heiß an, spannt und verrät eine innere Unruhe, die nach außen dringt. Jeder, der mit Rosacea lebt, kennt dieses Gefühl. Es ist mehr als ein kosmetisches Problem. Es ist eine chronische Entzündung, die das Wohlbefinden und das soziale Leben stark beeinträchtigen kann. Die Suche nach Linderung ist oft ein langer Weg, gesäumt von Cremes, Medikamenten und der ständigen Vermeidung von Auslösern. In diesem Kontext rücken zunehmend auch physiologische Ansätze in den Fokus, die den Körper in seiner Gesamtheit betrachten. Eine dieser Methoden ist die Ganzkörperkältetherapie, die wir bei uns im Studio in Memmingen anbieten. Sie könnte ein ergänzender Baustein in einem umfassenden Konzept sein.
Das Gesicht als Spiegel der Entzündung
Rosacea ist keine einfache Hautrötung. Es ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und meist im mittleren Erwachsenenalter beginnt. Mediziner unterscheiden verschiedene Stadien und Formen, die oft ineinander übergehen.
Am Anfang stehen häufig flüchtige, anfallsartige Rötungen, der sogenannte Flush. Ausgelöst durch einen Reiz, schießt das Blut in die feinen Gefäße des Gesichts, die Haut errötet und fühlt sich heiß an. Mit der Zeit können diese Rötungen bestehen bleiben. Die feinen Äderchen der Haut erweitern sich dauerhaft und werden als feine rote Linien sichtbar, was Fachleute als Teleangiektasien bezeichnen.
In einem weiteren Stadium können entzündliche Knötchen (Papeln) und Eiterbläschen (Pusteln) hinzukommen. Dieses Erscheinungsbild erinnert an Akne, hat aber völlig andere Ursachen. Im Gegensatz zur Akne finden sich bei der Rosacea keine Mitesser (Komedonen). Bei einigen Betroffenen, vor allem Männern, kann es zu einer Verdickung des Bindegewebes und der Talgdrüsen kommen, was sich als knollenartige Veränderung der Nase (Rhinophym) äußern kann. Auch die Augen können betroffen sein, was sich durch Trockenheit, Brennen und ein Fremdkörpergefühl bemerkbar macht.
Die psychische Belastung ist ein Aspekt, der nicht unterschätzt werden darf. Die sichtbaren Symptome im Gesicht führen oft zu Unsicherheit, Scham und sozialem Rückzug. Die ständige Sorge vor dem nächsten Schub und den Reaktionen der Mitmenschen wird zu einem ständigen Begleiter.
Die Wurzeln der Rosacea: Ein komplexes Geschehen
Die genauen Ursachen der Rosacea sind bis heute nicht vollständig entschlüsselt. Die Wissenschaft geht von einem multifaktoriellen Geschehen aus, bei dem mehrere Faktoren zusammenspielen. Eine genetische Veranlagung scheint eine wesentliche Rolle zu spielen, denn die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf.
Im Zentrum der Pathophysiologie stehen zwei eng miteinander verknüpfte Systeme: das Immunsystem und das neurovaskuläre System, also das Zusammenspiel von Nerven und Blutgefäßen in der Haut. Bei Betroffenen liegt eine Störung der angeborenen Immunantwort vor. Bestimmte Peptide, die eigentlich der Abwehr von Mikroben dienen, werden fehlreguliert und in übermäßiger Menge produziert. Diese Peptide fördern Entzündungsreaktionen und die Bildung neuer, brüchiger Blutgefäße.
Gleichzeitig reagieren die Nervenfasern und Blutgefäße in der Haut überempfindlich auf bestimmte Reize. Nervenenden setzen Botenstoffe frei, die zu einer schlagartigen Erweiterung der Gefäße führen, was den typischen Flush auslöst. Diese wiederholten, überschießenden Gefäßreaktionen tragen langfristig zur chronischen Entzündung und den bleibenden Veränderungen bei.
Hinzu kommen individuelle Triggerfaktoren, die einen Schub auslösen oder verschlimmern können. Die Liste der möglichen Auslöser ist lang und individuell sehr verschieden: intensive Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung), extreme Temperaturen (sowohl Hitze als auch Kälte), emotionale Aufregung, körperliche Anstrengung, scharfe Speisen, Alkohol oder heiße Getränke. Auch bestimmte Hautpflegeprodukte oder Medikamente können die Symptome verstärken.
Diagnose und klassische Behandlungswege
Wenn du vermutest, an Rosacea zu leiden, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu einer Hautärztin oder einem Hautarzt. Nur medizinisches Fachpersonal kann eine gesicherte Diagnose stellen und andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung der Haut und eine ausführliche Anamnese, in der nach den Symptomen, dem Verlauf und möglichen Auslösern gefragt wird.
Die etablierte medizinische Therapie zielt darauf ab, die Entzündung zu kontrollieren, die Symptome zu lindern und Schübe zu reduzieren. Sie ist immer individuell und richtet sich nach dem Stadium und dem Schweregrad der Erkrankung.
- Topische Therapie: Cremes, Gele oder Lotionen, die direkt auf die Haut aufgetragen werden, sind die Basis der Behandlung. Wirkstoffe wie Metronidazol und Azelainsäure wirken antientzündlich und antibakteriell. Neuere Wirkstoffe wie Ivermectin bekämpfen die bei Rosacea oft vermehrt vorkommende Haarbalgmilbe (Demodex folliculorum), die ebenfalls als ein Faktor im Entzündungsgeschehen diskutiert wird. Brimonidin ist ein Wirkstoff, der die Blutgefäße kurzzeitig verengt und so gegen die Rötungen wirken kann.
- Systemische Therapie: Bei ausgeprägteren entzündlichen Formen mit Papeln und Pusteln können niedrig dosierte Antibiotika in Tablettenform (z. B. Doxycyclin) verordnet werden. Ihre Wirkung beruht hier weniger auf dem abtöten von Bakterien als vielmehr auf ihren entzündungshemmenden Eigenschaften.
- Physikalische Verfahren: Dauerhaft erweiterte Äderchen (Teleangiektasien) lassen sich gut mit Laser- oder Lichttherapien (IPL) behandeln. Diese Verfahren veröden die feinen Gefäße gezielt, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
Ein entscheidender Teil jeder erfolgreichen Strategie ist das Meiden der individuellen Trigger. Das Führen eines Tagebuchs kann dabei helfen, die persönlichen Auslöser zu identifizieren. Eine sanfte, auf die empfindliche Haut abgestimmte Pflege und ein konsequenter, hoher Sonnenschutz sind ebenfalls unerlässlich.
Ganzkörperkältetherapie: Ein physiologischer Ansatz
Neben den etablierten medizinischen Wegen suchen viele Betroffene nach ergänzenden Methoden, um ihren Körper zu unterstützen und das Wohlbefinden zu steigern. Hier kommt die Ganzkörperkältetherapie ins Spiel. Bei dieser Anwendung, wie wir sie in unserem Studio in Memmingen durchführen, setzt du deinen Körper für eine sehr kurze Zeit von etwa drei Minuten einer extremen, trockenen Kälte von -110 °C aus. Du betrittst dazu eine Kryotherapie (Cryo), geschützt durch Badekleidung, Handschuhe, Socken, Schuhe und einen Mund-Nasen-Schutz.
Der Körper reagiert auf diesen intensiven, aber kurzen Kältereiz mit einer Reihe von komplexen physiologischen Prozessen. Es ist ein kontrollierter Stressreiz, der archaische Überlebensmechanismen aktiviert. Zunächst ziehen sich die oberflächlichen Blutgefäße in Armen und Beinen stark zusammen (Vasokonstriktion). Der Körper zentralisiert das Blut, um die Kerntemperatur im Rumpf und die lebenswichtigen Organe zu schützen. Die Hauttemperatur sinkt dabei rapide ab, wie thermografische Messungen eindrücklich belegen [2].
Nach dem Verlassen der Kammer geschieht das Gegenteil. Die Gefäße weiten sich wieder stark (Vasodilatation), und das frische, sauerstoffreiche Blut strömt zurück in die Peripherie. Viele Gäste berichten von einem intensiven Gefühl der Frische und einem angenehmen Kribbeln auf der Haut.
Doch die Effekte gehen tiefer. Die extreme Kälte stimuliert das Nervensystem und kann die Ausschüttung verschiedener Botenstoffe wie Endorphine und Noradrenalin anregen. Dies kann sich positiv auf die Stimmung und das Schmerzempfinden auswirken. Der eigentliche, für das Thema Rosacea potenziell interessanteste Aspekt liegt jedoch in der möglichen Beeinflussung von Entzündungsprozessen und dem oxidativen Stress im gesamten Organismus.
Was die Forschung zur Kältetherapie zeigt
Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie hat in den letzten Jahren zugenommen, insbesondere im Bereich der Sportmedizin und Regeneration. Es ist wichtig, klar zu betonen: Direkte, qualitativ hochwertige Studien zur Wirkung der Ganzkörperkältetherapie speziell bei Rosacea-Patienten gibt es bislang nicht. Die existierende Forschung wurde an anderen Personengruppen, meist gesunden oder sportlichen Probanden, durchgeführt. Dennoch lassen sich aus diesen Arbeiten Hypothesen ableiten, warum eine Kälteanwendung theoretisch unterstützend wirken könnte.
Der Fokus der Forschung liegt oft auf systemischen Markern für Entzündung und oxidativen Stress. Eine Übersichtsarbeit, die sich auf die Anwendung bei Sportlern konzentriert, fasst zusammen, dass Ganzkörperkältetherapie verschiedene Entzündungs- und Stoffwechselmarker beeinflussen kann, die nach intensiver Belastung erhöht sind [3]. Die Idee ist, dass der Kältereiz die überschießende Entzündungsreaktion des Körpers nach einem Training dämpfen könnte. Da Rosacea eine chronisch-entzündliche Erkrankung ist, liegt die Vermutung nahe, dass eine systemische Reduktion von Entzündungsmediatoren auch für das Hautbild vorteilhaft sein könnte.
Eine spezifische Untersuchung an gesunden Männern deutet darauf hin, dass eine Serie von Kälteanwendungen den Spiegel des Entzündungsmarkers Interleukin-6 (IL-6) beeinflussen könnte [6]. IL-6 spielt eine komplexe Rolle im Immunsystem und ist an vielen Entzündungsprozessen beteiligt. Eine Modulation dieses Markers durch Kälte ist daher ein vielversprechender Ansatzpunkt für weitere Forschung.
In eine ähnliche Richtung weisen Beobachtungen zum oxidativen Stress. Dieser entsteht, wenn im Körper ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und antioxidativen Schutzmechanismen herrscht. Oxidativer Stress schädigt Zellen und wird mit zahlreichen chronischen Erkrankungen, einschließlich entzündlicher Hauterkrankungen, in Verbindung gebracht. Eine Studie konnte bei gesunden Probanden nach mehreren Sitzungen eine Veränderung von Markern nachweisen, die auf eine Reduzierung des oxidativen Stresses hindeuten könnten [5].
Die Aussagekraft dieser Studien ist jedoch aus mehreren Gründen begrenzt. Oftmals sind die Teilnehmerzahlen klein. Die Beobachtungszeiträume sind kurz. Vor allem aber wurden diese Effekte an gesunden, meist sportlichen Männern beobachtet und nicht an Personen mit Rosacea. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist daher eine offene Frage. Ob und wie sich diese systemischen Reaktionen auf das lokale, sehr komplexe Entzungsgeschehen der Rosacea-Haut auswirken, ist wissenschaftlich nicht geklärt und Gegenstand von Hypothesen. Die Forschung steht hier noch am Anfang. Sie liefert interessante physiologische Erklärungsmodelle, aber keine abschließenden Beweise für eine klinische Wirksamkeit bei diesem spezifischen Hautbild.
Kältetherapie als Baustein bei Rosacea: Chancen und Grenzen
Die Ganzkörperkältetherapie ist keine Heilung für Rosacea und ersetzt keinesfalls die ärztliche Behandlung. Sie sollte als das verstanden werden, was sie ist: eine unterstützende Wellness- und Regenerationsanwendung, die auf den gesamten Organismus wirkt. Die Idee ist, über die systemische Reaktion des Körpers auf die extreme Kälte auch das Hautbild positiv zu beeinflussen.
Die potenzielle Chance liegt in zwei Mechanismen:
1. Systemische Entzündungsmodulation: Wie die Forschung andeutet, kann eine Serie von Kälteanwendungen möglicherweise systemische Entzündungsmarker im Blut senken [3, 6]. Eine Dämpfung der allgemeinen Entzündungsbereitschaft des Körpers könnte theoretisch auch die entzündlichen Prozesse in der Gesichtshaut beruhigen. 2. Gefäßtraining: Die schnellen Wechsel von extremer Gefäßverengung (in der Kälte) und Gefäßerweiterung (danach) können als eine Art Training für die Blutgefäße betrachtet werden. Bei Rosacea sind die Gefäße dysreguliert. Regelmäßige Kältereize könnten dazu beitragen, die Reaktionsfähigkeit der Gefäße zu normalisieren und ihre Elastizität zu verbessern. Dies ist eine Hypothese, die von vielen Anwendern als subjektive Verbesserung beschrieben wird.
Wichtig ist es, die Grenzen und Vorsichtsmaßnahmen zu kennen. Menschen mit Rosacea haben oft eine sehr reaktive Haut. Obwohl die trockene Kälte in der Kammer meist besser vertragen wird als feuchte, nasskalte Winterluft, ist Vorsicht geboten. Beginne mit kürzeren Anwendungszeiten und beobachte genau, wie deine Haut in den Stunden und Tagen danach reagiert. Ein leichtes, kurzzeitiges Erröten nach der Anwendung ist durch die reaktive Durchblutungssteigerung normal. Hält die Rötung an oder verschlimmern sich die Symptome, ist die Anwendung für dich möglicherweise nicht geeignet.
Es gibt zudem klare Kontraindikationen für die Ganzkörperkältetherapie. Dazu gehören unter anderem:
- Nicht behandelter Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie ein kürzlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Instabile Angina Pectoris
- Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Kälteallergie (Kälteurtikaria)
- Raynaud-Syndrom
- Akute fieberhafte Erkrankungen
Vor deiner ersten Anwendung bei uns im Allgäu führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch, um sicherzustellen, dass die Kryotherapie für dich sicher ist. Deine Gesundheit hat immer oberste Priorität.
Dein Weg zur Kälteanwendung in Memmingen
Wenn du dich für eine unterstützende Kälteanwendung entscheidest, ist der Ablauf unkompliziert. Nach der Aufklärung und dem Ausschluss von Kontraindikationen ziehst du dich bis auf trockene Unterwäsche oder Badekleidung um. Wir stellen dir Handschuhe, dicke Socken und feste Schuhe sowie einen Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung. Dann betrittst du die Vorkammer und anschließend die Hauptkammer mit -110 °C für die vereinbarte Zeit, meist zwischen zwei und drei Minuten. Du bist dabei nie allein, sondern wirst von unserem geschulten Personal durch ein Fenster ständig beobachtet und kannst jederzeit kommunizieren.
Die Kälte ist intensiv, aber durch die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit gut auszuhalten. Es fühlt sich eher wie ein Prickeln auf der Haut an als wie die nasskalte Kälte eines Wintertages. Nach der kurzen Zeit verlässt du die Kammer, und dein Körper beginnt sofort mit der Gegenregulation. Das Gefühl von Wärme und Frische durchflutet den Körper. Viele unserer Gäste, ob sie aus dem Unterallgäu kommen oder von weiter her, berichten von einem sofortigen Gefühl der Erfrischung und einer verbesserten Stimmung.
Für eine mögliche systemische Wirkung, wie sie in den Studien angedeutet wird, ist in der Regel nicht eine einzelne Anwendung, sondern eine Serie von mehreren Anwendungen in einem bestimmten Zeitraum sinnvoll.
Häufige Fragen
Ist Kältetherapie bei Rosacea schmerzhaft?
Nein, die Anwendung selbst ist nicht schmerzhaft. Die extreme trockene Kälte wird eher als ein starkes Prickeln oder Kribbeln auf der Haut empfunden. Die kurze Dauer von rund drei Minuten macht die Erfahrung für die allermeisten Menschen gut tolerierbar.
Wie oft sollte man die Anwendung wiederholen?
Um eine mögliche Anpassungsreaktion des Körpers zu fördern, werden oft Serien von 10 bis 20 Anwendungen in relativ kurzem Abstand empfohlen, beispielsweise mehrmals pro Woche. Danach können einzelne Anwendungen in größeren Abständen zur Aufrechterhaltung dienen. Wir beraten dich hierzu individuell.
Ersetzt die Ganzkörperkältetherapie meine ärztliche Behandlung?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine Wellness- und Regenerationsanwendung, keine medizinische Therapie. Sie kann ein bestehendes Behandlungskonzept, das du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abgestimmt hast, allenfalls ergänzen, aber niemals ersetzen. Setze niemals eigenmächtig verordnete Medikamente ab.
Gibt es sofort sichtbare Ergebnisse an der Haut?
Direkt nach der Anwendung kann die Haut durch die starke Durchblutung kurzzeitig gerötet sein. Ob und wann sich eine langfristige, positive Veränderung des Hautbildes einstellt, ist sehr individuell und kann nicht garantiert werden. Viele Betroffene berichten jedoch von einem ruhigeren Hautgefühl und einer subjektiven Verbesserung über die Zeit.
Was muss ich vor und nach der Kältetherapie beachten?
Die Haut muss vor dem Betreten der Kammer absolut trocken sein, also nicht direkt nach dem Duschen oder starkem Schwitzen. Entferne Schmuck und Piercings. Nach der Anwendung solltest du deinem Körper etwas Zeit geben, sich wieder zu akklimatisieren, bevor du dich extremer Hitze wie einer Sauna aussetzt.
Wer darf die Kältetherapie nicht nutzen?
Personen mit schweren, instabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck, akuten Infekten, Kälteallergie oder Raynaud-Syndrom dürfen die Anwendung nicht nutzen. Auch während der Schwangerschaft raten wir von der Ganzkörperkältetherapie ab. Ein ausführliches Vorgespräch dient dem Ausschluss aller Risiken.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Rosacea begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [2] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [3] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [4] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [5] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [6] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [7] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [8] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.