Schmerzen & Gelenke

Schulterschmerzen: Wie Kryotherapie (Cryo) unterstützen kann

Der Griff zur Kaffeetasse schmerzt, das Heben des Arms ist fast unmöglich. Ein tiefergehender Blick auf Schulterschmerzen und die Rolle von Kälteanwendungen.

KI-generiertSchulterschmerzen: Wie Kryotherapie (Cryo) unterstützen kann – KI-generiertes Symbolbild
Schulterschmerzen: Wie Kryotherapie (Cryo) unterstützen kann. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person oder Behandlungssituation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act).

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Helga Maria Freitag, Gründerin und Podologin in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag medizinische Podologin (37 Jahre Praxis), sektorale Heilpraktikerin für Podologie

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Der Schmerz, der den Alltag lähmt

Die Bewegung ist alltäglich, fast unbewusst. Du greifst nach der Kaffeetasse im obersten Regal. Plötzlich durchzuckt ein stechender, scharfer Schmerz deine Schulter und strahlt in den Arm aus. Du ziehst die Hand erschrocken zurück. Solche Momente kennen unzählige Menschen. Der Schmerz kann schleichend beginnen, als dumpfes Ziehen nach der Gartenarbeit oder dem Sport. Er kann aber auch plötzlich und heftig auftreten. Was folgt, ist oft ein Teufelskreis aus Schonhaltung, Muskelverspannungen und zunehmender Bewegungseinschränkung. Das Anziehen einer Jacke, das Autofahren oder das Schlafen auf der betroffenen Seite werden zur Qual. Die Lebensqualität leidet spürbar. Neben den etablierten medizinischen Wegen suchen viele Betroffene nach ergänzenden Methoden, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und die Regeneration zu fördern. Eine solche unterstützende Maßnahme kann die Ganzkörperkältetherapie sein.

Ein komplexes Gelenk: Warum die Schulter so anfällig ist

Um zu verstehen, warum Schulterschmerzen so häufig sind, lohnt sich ein Blick auf die Anatomie. Das Schultergelenk ist das beweglichste Kugelgelenk des menschlichen Körpers. Diese enorme Flexibilität hat jedoch einen Preis: eine geringere knöcherne Stabilität im Vergleich zu anderen Gelenken wie der Hüfte. Die Stabilität und Führung des Gelenkkopfes in der flachen Gelenkpfanne übernehmen hauptsächlich Muskeln, Sehnen und Bänder. Im Zentrum steht die sogenannte Rotatorenmanschette, eine Gruppe von vier Muskeln und ihren Sehnen, die den Oberarmkopf wie eine Kappe umschließen.

Dieses fein abgestimmte System ist anfällig für eine Vielzahl von Problemen:

  • Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom): Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen. Dabei wird der Raum unter dem Schulterdach (Akromion) zu eng. Sehnen der Rotatorenmanschette oder der Schleimbeutel (Bursa) werden bei bestimmten Bewegungen, insbesondere beim Heben des Arms zur Seite oder nach vorne, eingeklemmt. Dies führt zu Reizungen, Entzündungen und Schmerzen.
  • Läsionen der Rotatorenmanschette: Durch Verschleiß, Überlastung oder Unfälle können die Sehnen der Rotatorenmanschette einreißen. Solche Risse können von kleinen Fissuren bis hin zu kompletten Abrissen reichen und verursachen oft erhebliche Schmerzen und einen Kraftverlust.
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea): Aus noch nicht vollständig geklärten Gründen kommt es zu Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette. Diese können lange unbemerkt bleiben, aber auch plötzlich zu extrem schmerzhaften, akuten Entzündungsschüben führen.
  • Schultersteife (Frozen Shoulder, adhäsive Kapsulitis): Bei diesem Krankheitsbild entzündet sich die Gelenkkapsel und verdickt sich. Sie schrumpft und "verklebt" regelrecht, was zu einer massiven, schmerzhaften Bewegungseinschränkung in alle Richtungen führt. Der Verlauf ist typischerweise in drei Phasen unterteilt: eine Phase des zunehmenden Schmerzes, eine Phase der zunehmenden Steifheit und eine Phase des langsamen Auftauens, in der die Beweglichkeit allmählich zurückkehrt.
  • Schulterarthrose (Omarthrose): Wie in anderen Gelenken kann auch in der Schulter der Gelenkknorpel verschleißen. Dies führt zu Reibung, Entzündungen, Schmerzen und einer fortschreitenden Versteifung des Gelenks.

All diesen Zuständen ist oft eine gemeinsame Komponente zu eigen: die Entzündung. Entzündliche Prozesse spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Schmerz, Schwellung und Funktionseinschränkung.

Wenn der Schmerz bleibt: Der Weg zur ärztlichen Diagnose

Anhaltende oder starke Schulterschmerzen gehören in ärztliche Hände. Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann eine gesicherte Diagnose stellen und schwerwiegende Ursachen ausschließen. Die Selbstdiagnose ist riskant, da sich hinter den Symptomen vielfältige Probleme verbergen können, die eine spezifische Behandlung erfordern.

Der diagnostische Prozess beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Dein Arzt wird dich fragen, wann und wie die Schmerzen begonnen haben, welche Bewegungen sie provozieren, ob es einen Unfall gab und welche Vorerkrankungen bestehen. Daran schließt sich eine gründliche körperliche Untersuchung an. Der Arzt wird die Schulter abtasten, die Beweglichkeit in alle Richtungen aktiv und passiv testen und spezifische Funktionstests durchführen, um die schmerzhafte Struktur (Sehne, Schleimbeutel, Gelenk) einzugrenzen.

Oftmals werden bildgebende Verfahren eingesetzt, um die Diagnose zu sichern:

  • Ultraschall (Sonografie): Diese Untersuchung kann Weichteilstrukturen wie Sehnen, Muskeln und Schleimbeutel sehr gut darstellen. Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen oder Sehnenrisse sind oft gut erkennbar.
  • Röntgen: Röntgenbilder zeigen vor allem die knöchernen Strukturen. Sie sind nützlich, um eine Arthrose, knöcherne Veränderungen beim Impingement-Syndrom oder Kalkablagerungen sichtbar zu machen.
  • Magnetresonanztomografie (MRT): Die MRT liefert detaillierte Schnittbilder aller Strukturen des Gelenks, einschließlich Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochen. Sie kommt bei unklaren Befunden oder zur genauen Planung einer Operation zum Einsatz.

Erst mit einer klaren Diagnose kann ein zielgerichteter und sinnvoller Behandlungsplan erstellt werden. Eine Anwendung wie die Ganzkörperkältetherapie in unserem Studio in Memmingen ist eine reine Wellness- und Regenerationsanwendung und ersetzt niemals diese medizinische Abklärung.

Etablierte Behandlungswege: Was die Medizin empfiehlt

Die Therapie von Schulterschmerzen richtet sich strikt nach der zugrunde liegenden Ursache. In den meisten Fällen ist der erste Ansatz konservativ, also nicht-operativ.

Ein zentraler Baustein ist die Physiotherapie. Hier geht es darum, die Beweglichkeit zu verbessern, die gelenkstabilisierende Muskulatur gezielt zu kräftigen und muskuläre Dysbalancen auszugleichen. Dehnübungen für verkürzte Strukturen und manuelle Techniken zur Mobilisation des Gelenks sind ebenfalls Teil des Programms. Ziel ist es, die Funktion wiederherzustellen und die mechanische Ursache des Problems zu beheben.

Zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen werden oft Medikamente eingesetzt. Dazu gehören vor allem nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac, die sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend wirken. Bei sehr starken Entzündungen können Ärztinnen und Ärzte auch Injektionen mit Kortison direkt an die betroffene Stelle (zum Beispiel in den Schleimbeutel) verabreichen. Dies kann eine schnelle, aber oft nur vorübergehende Linderung bringen.

Wenn konservative Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine Besserung bringen oder wenn strukturelle Schäden wie ein großer Sehnenriss vorliegen, kann ein operativer Eingriff notwendig werden. Je nach Befund kann dies arthroskopisch (minimalinvasiv) oder offen erfolgen.

Ganzkörperkältetherapie als unterstützende Maßnahme

Hier setzt die Idee der Ganzkörperkältetherapie an. Sie ist keine Alternative zu den genannten medizinischen Behandlungen, kann aber ein sinnvoller Baustein in einem ganzheitlichen Konzept zur Regeneration und Schmerzlinderung sein. Bei der Anwendung in unserer Kryotherapie (Cryo) in Memmingen begibst du dich für rund drei Minuten in eine trockene Kälte von circa -110 °C. Der Körper wird dabei einem starken thermischen Reiz ausgesetzt, der eine Kaskade physiologischer Reaktionen auslöst.

Der zentrale Wirkmechanismus, der bei Schmerzzuständen wie an der Schulter von Interesse ist, betrifft die Entzündungsregulation und die Schmerzwahrnehmung.

1. Einfluss auf Entzündungsprozesse: Der extreme Kältereiz führt zu einer massiven Verengung der oberflächlichen Blutgefäße (Vasokonstriktion). Dies kann die Durchblutung im entzündeten Gewebe kurzfristig drosseln und die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) potenziell modulieren. Nach Verlassen der Kryotherapie kommt es zu einer reaktiven, starken Erweiterung der Gefäße (Vasodilatation). Dieser "Pumpeffekt" kann den Abtransport von Entzündungsmediatoren und Stoffwechselendprodukten aus dem Gewebe fördern. 2. Schmerzlinderung (Analgesie): Kälte verlangsamt die Leitgeschwindigkeit von Nervenfasern. Dies kann die Übertragung von Schmerzsignalen an das Gehirn dämpfen. Viele Nutzer berichten von einer spürbaren Schmerzreduktion direkt nach der Anwendung. Zudem kann die Ausschüttung von Endorphinen, körpereigenen schmerzlindernden Substanzen, durch den intensiven Reiz angeregt werden. 3. Muskelentspannung: Schmerzen führen oft zu schützenden Muskelverspannungen, die den Schmerz wiederum verstärken. Die Kälteanwendung kann helfen, den Muskeltonus zu senken und diese Verspannungen zu lösen, was die Beweglichkeit verbessern kann.

Die Ganzkörperkältetherapie zielt also darauf ab, in die physiologischen Prozesse einzugreifen, die den Schmerz aufrechterhalten. Sie kann dir dabei helfen, aus dem Kreislauf von Schmerz und Schonhaltung auszubrechen und so die Voraussetzungen für eine erfolgreiche aktive Therapie, wie die Physiotherapie, zu verbessern.

Was die Forschung zeigt

Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie ist ein dynamisches Feld. Während die Anwendung im Spitzensport und in der Rehabilitation seit Jahren etabliert ist, wächst auch das Interesse an den zugrundeliegenden physiologischen Mechanismen. Es ist wichtig, die Ergebnisse mit Bedacht zu interpretieren und die Grenzen der aktuellen Studienlage zu kennen. Die Forschung konzentriert sich oft auf spezifische Patientengruppen oder auf gesunde Probanden, weshalb eine direkte Übertragung auf jeden individuellen Fall von Schulterschmerzen mit Vorsicht zu genießen ist.

Eine systematische Übersichtsarbeit, die den Einsatz von Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen analysierte, deutet darauf hin, dass Kälte potenziell schmerzlindernde Effekte haben könnte und die Krankheitsaktivität beeinflussen kann [2]. Auch wenn es sich hierbei nicht direkt um das Impingement-Syndrom handelt, ist der Fokus auf Entzündungsprozesse eine wichtige Parallele.

Besonders aufschlussreich sind Untersuchungen aus der Sportmedizin. Eine umfassende Übersichtsarbeit zur Ganzkörperkältetherapie bei Athleten legt nahe, dass die Anwendung Entzündungsreaktionen und das Gefühl von Muskelkater nach intensiver Belastung reduzieren könnte [4]. Hierbei wurden Veränderungen bei Entzündungsmarkern und Muskelenzymen beobachtet, was die physiologische Grundlage der regenerationsfördernden Wirkung untermauert [4].

Andere Studien haben sich spezifische Biomarker genauer angesehen. So wurde bei gesunden Männern untersucht, wie sich Serien von Kälteanwendungen auf das pro-inflammatorische Zytokin Interleukin-6 (IL-6) auswirken [7]. IL-6 spielt bei vielen Entzündungsreaktionen eine Schlüsselrolle. Die Beobachtung, dass systemische Kältereize solche Marker beeinflussen könnten, ist ein wichtiger Puzzlestein zum Verständnis der Wirkweise [7]. Eine weitere Untersuchung an gesunden Männern legt zudem nahe, dass wiederholte Kältestimulationen helfen könnten, den oxidativen Stress im Körper zu reduzieren, indem sie die antioxidative Kapazität des Körpers stärken [6]. Oxidativer Stress ist ebenfalls eng mit Entzündungsprozessen und Gewebeschädigung verknüpft.

Die Grenzen dieser Studien müssen klar benannt werden. Viele Untersuchungen wurden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt. Die Beobachtungszeiträume sind oft kurz und Langzeiteffekte sind seltener untersucht. Ein methodisches Problem ist die fehlende Verblindung: Die Teilnehmer wissen, dass sie eine Kältebehandlung erhalten, was einen Placebo-Effekt begünstigen kann. Die Ergebnisse von Studien an Hochleistungssportlern oder Patienten mit systemischen rheumatischen Erkrankungen lassen sich nicht eins zu eins auf Personen mit degenerativen oder überlastungsbedingten Schulterschmerzen übertragen. Dennoch liefert die Forschung wertvolle Hinweise auf die physiologischen Mechanismen und unterstützt die Hypothese, dass die Ganzkörperkältetherapie über die Beeinflussung von Entzündungs- und Schmerzprozessen eine unterstützende Rolle spielen kann.

Für wen ist die Ganzkörperkältetherapie geeignet und für wen nicht?

Sicherheit steht an oberster Stelle. Obwohl die Ganzkörperkältetherapie eine gut verträgliche Anwendung ist, gibt es klare Kontraindikationen. Personen mit bestimmten Vorerkrankungen dürfen die Kryotherapie nicht nutzen. Dazu gehören insbesondere:

  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten sechs Monaten, instabile Angina Pectoris, dekompensierte Herzinsuffizienz)
  • Unbehandelter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck
  • Tiefe Beinvenenthrombose
  • Akute fieberhafte Erkrankungen
  • Raynaud-Syndrom
  • Kälteallergie
  • Schwangerschaft
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) in fortgeschrittenen Stadien
  • Bestimmte Nervenerkrankungen (Polyneuropathien)

Bei Unsicherheiten ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt unerlässlich. Vor deiner ersten Anwendung bei uns führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch, um alle Risikofaktoren auszuschließen.

Dein Weg zur Kälteanwendung in Memmingen

Wenn du dich für eine unterstützende Kälteanwendung entscheidest, um deine Regeneration bei Schulterschmerzen zu fördern, ist der Ablauf unkompliziert. In unserem Studio in Memmingen, das viele Gäste aus dem gesamten Unterallgäu besuchen, legen wir Wert auf eine professionelle und sichere Begleitung.

Du ziehst dich bis auf trockene Badebekleidung oder Unterwäsche um. Zum Schutz der kälteempfindlichen Körperregionen erhältst du von uns Handschuhe, Socken, feste Schuhe und einen Mund-Nasen-Schutz. Die Haut muss absolut trocken sein, Schmuck und Piercings müssen abgelegt werden.

Anschließend betrittst du die Kryotherapie. Die Anwendung selbst dauert nur etwa drei Minuten. Die Kälte ist intensiv, aber durch die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit gut auszuhalten. Während der gesamten Zeit stehst du unter Beobachtung und kannst dich langsam bewegen. Nach der Anwendung spürst du oft ein angenehmes Kribbeln am ganzen Körper, wenn das Blut zurück in die peripheren Gefäße strömt. Viele berichten von einem Gefühl der Erfrischung und einer sofortigen Linderung ihrer Beschwerden.

Häufige Fragen

Wie fühlt sich eine Kältetherapie an?

Die Kälte bei -110 °C ist intensiv, wird aber durch die extreme Trockenheit der Luft als weniger unangenehm empfunden als ein Sprung in eiskaltes Wasser. Die meisten Menschen empfinden die drei Minuten als gut tolerierbar und das Gefühl danach als sehr erfrischend.

Wie oft sollte ich zur Ganzkörperkältetherapie kommen?

Das ist individuell und hängt von deinen Zielen und dem Beschwerdebild ab. Bei akuten oder chronischen Beschwerden empfehlen viele Konzepte eine initiale Serie von mehreren Anwendungen in kürzeren Abständen, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Anschließend können die Abstände vergrößert werden.

Ersetzt die Kältetherapie den Arztbesuch bei Schulterschmerzen?

Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine unterstützende Wellness- und Regenerationsanwendung. Sie ersetzt weder eine ärztliche Diagnose noch eine verordnete medizinische Behandlung wie Physiotherapie oder Medikamenteneinnahme.

Gibt es Nebenwirkungen?

Bei korrekter Anwendung und Ausschluss von Kontraindikationen sind ernsthafte Nebenwirkungen sehr selten. Direkt nach der Anwendung kann die Haut gerötet sein. Der Blutdruck steigt während des Kältereizes kurzfristig an, normalisiert sich aber danach schnell wieder.

Was muss ich vor und nach der Anwendung beachten?

Deine Haut muss vor dem Betreten der Kammer komplett trocken sein, du solltest also direkt davor nicht duschen oder Sport treiben. Trage keine Cremes oder Lotionen auf. Nach der Anwendung ist es sinnvoll, sich einige Minuten leicht zu bewegen, um den Kreislauf zu unterstützen.

Kältetherapie in Memmingen

Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Schulterschmerzen begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.

Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.

Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.

Studien und Quellen

Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome

    Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.

  2. [2] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review

    Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

  3. [3] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives

    Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.

  4. [4] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature

    Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.

  5. [5] Whole-body cryotherapy in athletes

    Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.

  6. [6] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men

    Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.

  7. [7] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?

    Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.

  8. [8] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy

    Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.