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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Ein Leben mit Schuppenflechte: Mehr als nur eine Hautsache
Der lange Ärmel im Sommer. Der prüfende Blick in den Spiegel, bevor du das Haus verlässt. Die Sorge, dass jemand die schuppigen, geröteten Stellen an deinen Ellenbogen, Knien oder auf der Kopfhaut bemerkt und falsch deutet. Das ständige Jucken, das dich nachts wach hält oder in unpassenden Momenten zur Verzweiflung treibt. Manchmal schmerzen die Stellen sogar, die Haut fühlt sich gespannt an und reißt bei Bewegung ein. Wenn du mit Schuppenflechte (Psoriasis) lebst, kennst du diese Situationen nur zu gut. Es ist eine Erkrankung, die weit unter die Haut geht und nicht nur den Körper, sondern auch die Seele belastet.
Die sichtbaren Symptome sind nur ein Teil der Realität. Dahinter verbergen sich oft Unsicherheit, Scham und ein Gefühl des Ausgeliefertseins. Die Erkrankung verläuft in Schüben, unvorhersehbar und oft ausgelöst durch Faktoren, die sich nicht immer kontrollieren lassen, wie Stress, Infekte oder klimatische Veränderungen. In Phasen der Besserung keimt Hoffnung auf, nur um beim nächsten Schub wieder enttäuscht zu werden. Dieser Kreislauf ist zermürbend. Genau aus diesem Grund suchen viele Betroffene neben der etablierten medizinischen Behandlung nach Wegen, ihren Körper zu unterstützen, die Symptome zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern. Ein solcher unterstützender Ansatz, der auf rein physiologischer Ebene ansetzt, kann die Ganzkörperkältetherapie sein.
Die Physiologie hinter der Psoriasis: Ein Immunsystem auf Abwegen
Um zu verstehen, warum extreme Kälte eine Rolle spielen könnte, müssen wir uns ansehen, was bei einer Schuppenflechte im Körper genau passiert. Im Kern ist die Psoriasis eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dein Immunsystem, das eigentlich Krankheitserreger abwehren soll, richtet sich irrtümlicherweise gegen körpereigene Zellen. Im Fall der Psoriasis sind dies die Hautzellen.
Spezialisierte Immunzellen, die sogenannten T-Zellen, werden fälschlicherweise aktiviert und wandern in die Haut ein. Dort setzen sie eine Kaskade von Entzündungsreaktionen in Gang. Sie schütten Botenstoffe aus, die wiederum andere Immunzellen anlocken und die Hautzellen zu einer massiv beschleunigten Teilung anregen. Ein normaler Hauterneuerungszyklus dauert etwa 28 Tage. Bei einem Psoriasisschub ist dieser Prozess auf drei bis vier Tage verkürzt. Die Hautzellen können in dieser kurzen Zeit nicht vollständig ausreifen. Sie gelangen in großen Mengen an die Hautoberfläche, wo sie als die charakteristischen silbrig-weißen Schuppen (Plaques) auf einer scharf begrenzten, geröteten Hautpartie sichtbar werden.
Diese chronische Entzündung ist der zentrale Motor der Erkrankung. Sie ist nicht nur lokal auf die Haut begrenzt, sondern betrifft den gesamten Organismus. Bei vielen Betroffenen führt dies zu Begleiterkrankungen wie der Psoriasis-Arthritis, einer schmerzhaften Entzündung der Gelenke, oder einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ursachen für diese Fehlsteuerung sind komplex und nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle, doch erst durch bestimmte Auslöser (Trigger) bricht die Krankheit aus oder verschlimmert sich. Dazu zählen psychischer Stress, Infektionen, bestimmte Medikamente, mechanische Hautreizungen und hormonelle Umstellungen.
Der Weg zur Diagnose und klassische Behandlungsstrategien
Die Diagnose einer Psoriasis wird in der Regel von einer Hautärztin oder einem Hautarzt gestellt. Meist genügt dafür eine gründliche Untersuchung der betroffenen Hautareale, der Nägel und der Kopfhaut. In unklaren Fällen kann eine kleine Hautprobe (Biopsie) entnommen und feingeweblich untersucht werden, um die Diagnose zu sichern und von anderen Hauterkrankungen abzugrenzen.
Da die Schuppenflechte eine chronische Erkrankung ist, zielt die medizinische Therapie darauf ab, die Symptome zu kontrollieren, die Entzündung zu hemmen und die Lebensqualität zu erhalten. Die Behandlung ist sehr individuell und richtet sich nach dem Schweregrad, der Lokalisation und dem Leidensdruck. Sie lässt sich grob in drei Stufen einteilen:
1. Äußerliche (topische) Therapie: Bei leichten Formen kommen Cremes, Salben und Lotionen zum Einsatz. Sie enthalten Wirkstoffe wie Kortison zur Entzündungshemmung, Vitamin-D3-Analoga zur Normalisierung des Zellwachstums oder Salicylsäure zur Ablösung der Schuppen. 2. Lichttherapie (Phototherapie): Bei mittelschweren bis schweren Formen kann eine Behandlung mit ultraviolettem Licht (UV-A oder UV-B) in einer Arztpraxis sehr wirksam sein. Das UV-Licht dämpft die überaktiven Immunzellen in der Haut und verlangsamt die Zellteilung. 3. Innerliche (systemische) Therapie: Wenn äußere Behandlungen und Lichttherapie nicht ausreichen, kommen Medikamente in Form von Tabletten oder Spritzen zum Einsatz. Klassische Wirkstoffe wie Methotrexat oder Ciclosporin unterdrücken das gesamte Immunsystem. Moderne Biologika greifen sehr gezielt in die Entzündungskaskade ein, indem sie spezifische Botenstoffe blockieren.
Diese Therapien sind die Grundlage der Behandlung und müssen ärztlich verordnet und überwacht werden. Ergänzende Maßnahmen wie die Ganzkörperkältetherapie sind kein Ersatz, können aber als begleitender Baustein in einem ganzheitlichen Konzept erwogen werden.
Die Logik der Kälte: Wie eine Ganzkörperkältetherapie funktioniert
Was genau passiert, wenn du für rund drei Minuten eine Kryotherapie (Cryo) mit trockener Luft von minus 110 Grad Celsius betrittst? Dein Körper wird einem extremen, aber kurzen thermischen Reiz ausgesetzt. Darauf reagiert er mit einer Reihe von physiologischen Schutz- und Anpassungsmechanismen, die für die unterstützende Anwendung bei Psoriasis relevant sein könnten.
Im ersten Moment ziehen sich die oberflächlichen Blutgefäße in der Haut und den Extremitäten schlagartig zusammen (Vasokonstriktion). Dies ist ein Schutzreflex, um den warmen Blutkern zu isolieren und die Körperkerntemperatur stabil zu halten. Die Hauttemperatur sinkt dabei rapide ab, wie thermografische Messungen zeigen [1]. Dieser starke Kältereiz auf die unzähligen Kälterezeptoren der Haut sendet massive Signale an das zentrale Nervensystem.
Nach dem Verlassen der Kammer geschieht das Gegenteil: Die Blutgefäße weiten sich stark (Vasodilatation). Das Blut strömt zurück in das periphere Gewebe, nun stark mit Sauerstoff angereichert. Diese intensive Durchblutungssteigerung wird von vielen als angenehmes, vitalisierendes Kribbeln wahrgenommen. Gleichzeitig schüttet der Körper als Reaktion auf den extremen Reiz verschiedene Botenstoffe aus. Dazu gehören Endorphine, die schmerzlindernd und stimmungsaufhellend wirken können.
Für Menschen mit Psoriasis ist jedoch ein anderer Aspekt besonders interessant: die mögliche Beeinflussung von Entzündungsprozessen. Der Kältereiz und die nachfolgenden Reaktionen scheinen die Ausschüttung sowohl entzündungsfördernder als auch entzündungshemmender Botenstoffe modulieren zu können. Die Idee ist, dass durch die Kälteanwendung die systemische Entzündungsaktivität, die bei der Psoriasis eine so zentrale Rolle spielt, gedämpft werden könnte. In unserem Studio in Memmingen nutzen wir für die Ganzkörperkältetherapie eine moderne Wirbelstromkühlung, die eine besonders gleichmäßige und trockene Kälteverteilung gewährleistet.
Was die Forschung zeigt
Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie steckt im Vergleich zu etablierten medizinischen Verfahren noch in den Anfängen. Viele Studien konzentrieren sich auf die Anwendung im Leistungssport zur Regeneration oder auf gesunde Probanden. Direkte, groß angelegte und kontrollierte Studien zur Wirksamkeit bei Psoriasis sind rar. Dennoch gibt es interessante physiologische Daten, die Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen geben und eine rationale Grundlage für den unterstützenden Einsatz liefern. Es ist jedoch wichtig, diese Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist die Beeinflussung von Entzündungsmarkern. Mehrere Untersuchungen haben sich mit den Auswirkungen von Kälteserien auf das Immunsystem und Entzündungsparameter beschäftigt. Eine Studie an gesunden Männern deutet darauf hin, dass wiederholte Kälteanwendungen den Spiegel von Interleukin-6 (IL-6), einem wichtigen entzündungsfördernden Botenstoff, beeinflussen könnten [3]. Übersichtsarbeiten zur Anwendung bei Athleten bestätigen, dass die Kältetherapie potenziell die Konzentration verschiedener Entzündungsmediatoren im Blut verändern kann [6]. Da die Psoriasis eine chronisch-entzündliche Erkrankung ist, bei der genau solche Botenstoffe eine Rolle spielen, liegt die Vermutung nahe, dass eine Dämpfung dieser Prozesse auch für Betroffene vorteilhaft sein könnte.
Ein weiterer relevanter Bereich ist der oxidative Stress. Dieser beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien im Körper. Bei chronischen Entzündungen wie der Psoriasis ist der oxidative Stress oft erhöht. Eine Untersuchung konnte zeigen, dass eine Serie von zehn Ganzkörperkälteanwendungen bei gesunden Männern zu einer signifikanten Reduzierung von Markern für oxidativen Stress und zu einer Erhöhung der antioxidativen Kapazität des Körpers führte [8]. Eine Reduktion des systemischen oxidativen Stresses könnte theoretisch das entzündliche Geschehen bei Schuppenflechte positiv beeinflussen.
Thermografische Studien haben zudem die unmittelbare Reaktion der Haut auf die Kälte visualisiert. Sie zeigen eine deutliche und schnelle Abkühlung der Hautoberfläche während der Anwendung, gefolgt von einer reaktiven Erwärmung und starken Durchblutungssteigerung danach [1]. Diese intensive Veränderung der Hautdurchblutung könnte den Stoffwechsel im Hautgewebe anregen.
Es ist unerlässlich, die Grenzen dieser Forschung zu benennen. Die meisten Studien wurden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt [3, 8], oft nur an gesunden Männern oder Sportlern [6]. Die Ergebnisse lassen sich daher nicht eins zu eins auf Menschen mit Psoriasis übertragen. Es fehlen Langzeitbeobachtungen und vor allem Placebo-kontrollierte, verblindete Studien, die den Goldstandard der medizinischen Forschung darstellen. Die vorliegenden Daten erlauben also keine Aussage über eine Heilung oder eine garantierte Wirkung. Sie liefern jedoch plausible physiologische Erklärungsmodelle, warum eine Ganzkörperkältetherapie als unterstützende Maßnahme zur Linderung von Symptomen wie Juckreiz und zur Reduzierung des allgemeinen Entzündungslevels im Körper beitragen *könnte*.
Kältetherapie als Baustein im Gesamtkonzept bei Psoriasis
Die Ganzkörperkältetherapie sollte niemals als alleinige oder primäre Behandlung der Schuppenflechte verstanden werden. Sie ist vielmehr ein potenziell wertvoller Baustein in einem umfassenden, persönlichen Gesundheitskonzept, das du immer mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt abstimmen solltest.
Ihre mögliche Rolle lässt sich auf mehreren Ebenen ansiedeln:
- Linderung von Juckreiz: Viele unserer Gäste berichten, dass der quälende Juckreiz nach einer Kälteanwendung spürbar nachlässt. Dies ist wahrscheinlich auf eine Kombination von Effekten zurückzuführen: Die Kälte verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit, was die Juckreiz- und Schmerzwahrnehmung dämpft. Zudem kann die Ausschüttung von Endorphinen diesen Effekt unterstützen. Weniger Juckreiz bedeutet weniger Kratzen und somit weniger mechanische Reizung der Haut, was den Teufelskreis durchbrechen kann.
- Unterstützung bei der Entzündungsregulation: Wie die Forschung andeutet, könnte die Kryotherapie auf systemischer Ebene helfen, die überschießende Entzündungsreaktion des Körpers zu modulieren [3, 6]. Dies geschieht nicht von heute auf morgen, sondern ist eher als ein Trainingseffekt für dein Regulationssystem zu verstehen, der sich bei regelmäßiger Anwendung einstellen kann.
- Stressreduktion und Stimmungsaufhellung: Stress ist einer der bekanntesten Trigger für Psoriasis-Schübe. Die durch die Kälte ausgelöste Endorphin-Ausschüttung kann zu einem Gefühl des Wohlbefindens und der Entspannung führen. Viele Nutzer fühlen sich nach der Anwendung erfrischt, klarer und energiegeladener. Diese positive Wirkung auf die Psyche kann dir helfen, besser mit dem Stress des Alltags und der Belastung durch die Krankheit umzugehen.
- Verbesserung des Schlafs: Chronischer Juckreiz und Schmerzen rauben oft den Schlaf. Wenn die Kältetherapie diese Symptome lindern und gleichzeitig entspannend wirken kann, verbessert sich oft auch die Schlafqualität. Guter Schlaf ist wiederum essenziell für die Regeneration des Körpers und die Funktion des Immunsystems.
Für Menschen hier im Unterallgäu und darüber hinaus bietet unser Studio in Memmingen die Möglichkeit, diese unterstützende Anwendung sicher und professionell zu erfahren.
Wichtige Hinweise und Kontraindikationen
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine sichere Anwendung, wenn sie korrekt durchgeführt wird und bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen erfüllt sind. Gerade bei einer Hauterkrankung wie der Psoriasis gibt es wichtige Punkte zu beachten. Die Anwendung ist eine Wellness- und Regenerationsmaßnahme und sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, um sicherzustellen, dass keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen.
Absolute Kontraindikationen, bei denen eine Kälteanwendung nicht durchgeführt werden darf, sind unter anderem:
- Akute Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten)
- Instabile Angina Pectoris
- Herzschrittmacher
- Schwere, unbehandelte Hypertonie (Bluthochdruck)
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Tiefe Venenthrombosen
- Akute fieberhafte Erkrankungen
- Kälteallergie (Kälteurtikaria)
- Raynaud-Syndrom
- Schwangerschaft
Speziell für Psoriasis-Betroffene gilt: Die Haut sollte im zu kühlenden Bereich intakt sein. Bei stark nässenden, offenen oder blutenden Plaques ist von einer Anwendung abzusehen, um weitere Reizungen und Infektionen zu vermeiden. Eine Anwendung in einem schubfreien oder leicht schuppenden Zustand ist in der Regel problemlos möglich. Besprich deinen aktuellen Hautzustand am besten vorab mit uns und deiner Ärztin.
Häufige Fragen
Wie fühlt sich eine Ganzkörperkältetherapie an?
Die Kälte ist intensiv, aber durch die extreme Trockenheit der Luft gut erträglich. Die meisten beschreiben es als ein starkes Prickeln auf der Haut, ähnlich dem Gefühl, im Winter bei Minusgraden nur leicht bekleidet kurz nach draußen zu gehen. Da die Anwendung nur rund drei Minuten dauert, ist sie sehr schnell vorbei.
Ist die Kälte bei Schuppenflechte nicht schädlich für die Haut?
Die trockene Kälte in der Kammer ist etwas völlig anderes als feuchte Kälte im Freien. Sie entzieht der Haut keine Feuchtigkeit. Wichtig ist, dass du mit vollständig trockener Haut in die Kammer gehst und die betroffenen Hautareale nicht offen oder stark entzündet sind. Unter diesen Voraussetzungen ist die Anwendung für die Haut unbedenklich.
Wie oft sollte man die Kältetherapie bei Psoriasis anwenden?
Wir geben keine Therapieempfehlungen. Viele unserer Gäste, die eine unterstützende Wirkung anstreben, beginnen mit einer Initialphase von zehn bis zwanzig Anwendungen in einem relativ kurzen Zeitraum, zum Beispiel drei- bis fünfmal pro Woche. Danach gehen sie zu Erhaltungsanwendungen von ein- bis zweimal pro Woche über. Dies ist jedoch sehr individuell und sollte nach persönlichem Empfinden und in Absprache mit dem Arzt gestaltet werden.
Ersetzt die Kältetherapie meine Medikamente oder die ärztliche Behandlung?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine komplementäre, also ergänzende Maßnahme. Setze niemals eigenmächtig ärztlich verordnete Medikamente ab oder ändere deine Therapie. Sieh die Kälte als einen Baustein, der deine ärztliche Behandlung unterstützen kann.
Gibt es sofortige Effekte?
Viele Nutzer berichten von sofortigen Effekten wie einer Linderung des Juckreizes und einer spürbaren Stimmungsaufhellung durch die Endorphinausschüttung. Die potenziellen Effekte auf das systemische Entzündungsgeschehen sind jedoch eher als langfristiger Anpassungsprozess zu verstehen, der regelmäßige Anwendungen erfordert.
Muss ich vor der Anwendung etwas Besonderes beachten?
Ja, du solltest mit trockener Haut und trockenen Haaren zur Anwendung kommen. Schmuck und Piercings aus Metall müssen abgelegt werden. Wir stellen dir Schutzkleidung für Hände, Füße und Ohren sowie einen Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung. Ansonsten trägst du nur Badekleidung.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Schuppenflechte begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [2] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [3] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [4] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [5] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [6] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [7] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [8] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.