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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Der Wecker klingelt, doch Du fühlst Dich, als hättest Du kein Auge zugetan. Jeder Gedanke ist zäh wie Nebel, die Gelenke schmerzen diffus und die Waage zeigt schon wieder ein Plus, obwohl Du penibel auf Deine Ernährung achtest. Für Außenstehende bist Du vielleicht einfach nur müde oder unmotiviert. Doch Du spürst, dass in Deinem Körper etwas Grundlegendes aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dieses Gefühl, gegen eine unsichtbare Wand zu laufen, kennen unzählige Menschen mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis. Es ist eine tägliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper. Neben der unerlässlichen ärztlichen Behandlung suchen viele Betroffene nach komplementären Wegen, um ihre Lebensqualität zu verbessern und die Kontrolle zurückzugewinnen. Ein solcher Weg kann die regulierende Kraft der Kälte sein, wie sie bei einer Ganzkörperkältetherapie zur Anwendung kommt.
Wenn die Schilddrüse aus dem Takt gerät: Hashimoto-Thyreoiditis verstehen
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist mehr als nur eine einfache „Schilddrüsenunterfunktion“. Sie ist die häufigste Ursache dafür und zugleich die häufigste Autoimmunerkrankung des Menschen überhaupt. Bei einer Autoimmunerkrankung begeht das Immunsystem einen fatalen Irrtum: Es erkennt körpereigenes Gewebe als fremd und greift es an. Im Fall von Hashimoto richtet sich dieser Angriff gegen die Schilddrüse.
Dein Immunsystem bildet spezifische Antikörper, die das Schilddrüsengewebe, genauer die Thyreozyten (die hormonproduzierenden Zellen) und wichtige Enzyme wie die Thyreoperoxidase (TPO), attackieren. Dieser Prozess führt zu einer chronischen Entzündung des Organs, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg das Gewebe langsam zerstört. Die Folge ist, dass die Schilddrüse ihre Fähigkeit verliert, ausreichend Schilddrüsenhormone zu produzieren. Diese Hormone, hauptsächlich Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), sind die zentralen Regulatoren Deines gesamten Stoffwechsels. Sie steuern den Energieverbrauch, die Körpertemperatur, die Herzfrequenz, die Verdauung und haben sogar erheblichen Einfluss auf Deine Psyche und kognitive Funktionen. Wenn diese Hormone fehlen, läuft der gesamte Organismus quasi auf Sparflamme.
Der Verlauf der Erkrankung ist oft schleichend. Anfangs kann es sogar zu Phasen einer kurzzeitigen Überfunktion kommen, wenn durch die Zerstörung von Schilddrüsenzellen gespeicherte Hormone schubweise ins Blut freigesetzt werden. Langfristig mündet der Prozess jedoch fast immer in eine manifeste und behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Die eigentliche Ursache, der fehlgeleitete Angriff des Immunsystems, bleibt dabei bestehen.
Das Chamäleon der Symptome: Wie sich Hashimoto bemerkbar macht
Die Beschwerden bei Hashimoto sind so vielfältig wie die Aufgaben der Schilddrüsenhormone selbst. Das macht die Diagnose oft schwierig, da die Symptome leicht mit Stress, Burnout oder anderen Erkrankungen verwechselt werden können. Betroffene fühlen sich häufig unverstanden, weil ihre Leiden nicht immer objektiv greifbar sind. Zu den typischen Anzeichen einer entwickelten Hypothyreose im Rahmen von Hashimoto gehören:
- Anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit: Ein Gefühl der totalen Erschöpfung, das auch durch ausreichend Schlaf nicht besser wird.
- Gewichtszunahme: Oft sind es nur wenige Kilo, die sich aber trotz disziplinierter Ernährung und Sport hartnäckig halten, weil der Grundumsatz des Körpers sinkt.
- Kälteempfindlichkeit: Du frierst ständig, selbst wenn andere die Raumtemperatur als angenehm empfinden.
- Kognitive Störungen: Wortfindungsstörungen, Konzentrationsschwäche und ein Gefühl, wie in Watte gepackt zu sein, oft als „Brain Fog“ beschrieben.
- Psychische Veränderungen: Depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Angstzustände und eine geringe Stresstoleranz sind weit verbreitet.
- Haut- und Haarprobleme: Trockene, teigige Haut, brüchige Nägel und diffuser Haarausfall.
- Muskel- und Gelenkschmerzen: Oft werden ziehende, rheumatisch anmutende Schmerzen ohne klare Ursache beschrieben.
- Verdauungsprobleme: Eine verlangsamte Darmtätigkeit führt häufig zu Verstopfung.
- Zyklusstörungen: Unregelmäßige oder ausbleibende Perioden bei Frauen.
Nicht jeder Betroffene leidet unter allen Symptomen gleichzeitig. Das Beschwerdebild ist sehr individuell und kann in seiner Intensität stark schwanken. Gerade die chronische Entzündung und die damit verbundenen Schmerzen und die Erschöpfung stellen für viele die größte Belastung im Alltag dar.
Diagnose und klassische Therapie: Der Weg zur ärztlichen Abklärung
Wenn Du solche Symptome bei Dir beobachtest, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu einer Ärztin oder einem Arzt, idealerweise mit endokrinologischem Schwerpunkt. Eine Selbstdiagnose ist nicht möglich und auch gefährlich. Die Diagnostik ist ein mehrstufiger Prozess. Sie beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Deine Beschwerden (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung, bei der die Schilddrüse abgetastet wird.
Entscheidend ist die Blutanalyse. Hier werden mehrere Werte bestimmt:
- TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon): Dieses Hormon aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) stimuliert die Schilddrüse zur Hormonproduktion. Ein erhöhter TSH-Wert ist oft das erste Anzeichen einer beginnenden Unterfunktion. Die Hypophyse versucht, die träge Schilddrüse „anzufeuern“.
- Freie Schilddrüsenhormone (fT3 und fT4): Diese Werte zeigen die tatsächliche Menge an verfügbaren Hormonen im Blut an. Sind sie zu niedrig, liegt eine manifeste Unterfunktion vor.
- Antikörper (TPO-AK und Tg-AK): Erhöhte Antikörper gegen die Thyreoperoxidase oder das Thyreoglobulin beweisen den autoimmunen Prozess und sichern die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis.
Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Schilddrüse rundet das Bild ab. Typisch für Hashimoto ist ein echoarmes und inhomogenes Gewebe, oft ist die Drüse auch verkleinert.
Die etablierte Standardtherapie besteht in der Substitution der fehlenden Schilddrüsenhormone durch die tägliche Einnahme von L-Thyroxin, einer synthetischen Form des Hormons T4. Ziel ist es, den TSH-Wert in einen für Dich optimalen Bereich zu bringen und die Symptome der Unterfunktion zu lindern. Wichtig zu verstehen ist: Diese Therapie ersetzt nur die fehlenden Hormone. Sie heilt nicht die zugrundeliegende Autoimmunerkrankung und stoppt nicht den Entzündungsprozess. Daher fühlen sich manche Patienten trotz gut eingestellter Blutwerte nicht vollständig beschwerdefrei. Genau hier setzen komplementäre Ansätze an, die auf das allgemeine Wohlbefinden, die Entzündungsregulation und die Regeneration abzielen.
Ganzkörperkältetherapie als komplementärer Ansatz
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine Anwendung, bei der Du Dich für rund drei Minuten einer extrem trockenen Kälte von -110 °C aussetzt. Sie ist keine Behandlung der Hashimoto-Erkrankung selbst und ersetzt keinesfalls die ärztliche Therapie. Sie kann jedoch als unterstützende Maßnahme im Rahmen eines ganzheitlichen Lebensstilkonzepts verstanden werden, das auf die Linderung von Symptomen und die Verbesserung der Lebensqualität abzielt. Der physiologische Blickwinkel darauf ist entscheidend. Was passiert in Deinem Körper während dieser kurzen, intensiven Kälteexposition?
Der extreme Kältereiz löst eine Kaskade von Reaktionen aus. Zuerst ziehen sich die oberflächlichen Blutgefäße in Haut und Muskulatur schlagartig zusammen (Vasokonstriktion). Das Blut wird ins Körperinnere zentralisiert, um die Kerntemperatur stabil zu halten. Unmittelbar nach der Anwendung, wenn Du wieder in die normale Umgebungstemperatur trittst, weiten sich die Gefäße maximal (Vasodilatation). Dieser Prozess wirkt wie eine intensive Pumpe für das Gefäßsystem. Der verstärkte Blutfluss kann den Abtransport von Entzündungsmediatoren aus dem Gewebe fördern und gleichzeitig die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessern.
Für Menschen mit Hashimoto sind vor allem zwei Aspekte der Kryotherapie (Cryo) von Interesse: 1. Potenziell entzündungsmodulierende Effekte: Die chronische Entzündung ist der Kern des Problems bei Hashimoto. Der starke Kältereiz scheint die Ausschüttung bestimmter körpereigener Botenstoffe zu beeinflussen. Es wird untersucht, ob dadurch entzündungsfördernde Prozesse gedämpft und entzündungshemmende Mechanismen angeregt werden können [1, 8]. Dies könnte sich positiv auf Gelenk- und Muskelschmerzen auswirken, die viele Betroffene plagen. 2. Einfluss auf das Nerven- und Hormonsystem: Die Kälte wirkt als starker Stressor, der eine positive Gegenreaktion des Körpers provoziert (Hormesis). Es kommt zur Ausschüttung von Endorphinen und Noradrenalin. Endorphine können schmerzlindernd wirken und die Stimmung aufhellen. Noradrenalin ist ein wichtiger Neurotransmitter für Wachheit, Fokus und Energie. Viele unserer Gäste in Memmingen berichten nach einer Sitzung von einem Gefühl der mentalen Klarheit und einem Energieschub, der dem „Brain Fog“ und der tiefen Erschöpfung entgegenwirken kann.
Die Ganzkörperkältetherapie greift also nicht direkt in die Schilddrüsenfunktion ein, sondern setzt an den Symptomen und Begleiterscheinungen der Autoimmunerkrankung an: der Entzündung, dem Schmerz, der Erschöpfung und der mentalen Belastung.
Was die Forschung zur Kältetherapie zeigt
Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie ist ein dynamisches Feld. Es ist wichtig, die Ergebnisse mit der nötigen Sorgfalt zu betrachten. Bislang gibt es keine spezifischen, groß angelegten Studien, die die Wirkung der Kryotherapie direkt bei Hashimoto-Patienten untersucht haben. Die vorliegenden Erkenntnisse stammen überwiegend aus Untersuchungen an gesunden Probanden oder Sportlern. Dennoch lassen sich aus diesen Daten interessante Hypothesen für das Beschwerdebild von Hashimoto ableiten.
Ein zentraler Aspekt ist die Modulation von Entzündungsmarkern. Chronische Entzündungen sind bei Hashimoto allgegenwärtig. Forschungen an gesunden Männern haben gezeigt, dass eine Serie von zehn Kälteanwendungen die Konzentrationen bestimmter Entzündungsbotenstoffe wie Interleukin-6 (IL-6) im Blut beeinflussen kann [8]. Übersichtsarbeiten, die sich primär mit der Regeneration im Sport befassen, bestätigen, dass Kälteanwendungen die Ausschüttung von pro- und antientzündlichen Zytokinen modulieren könnten [1, 7]. Auch wenn diese Studien nicht an Hashimoto-Patienten durchgeführt wurden, ist der zugrundeliegende Mechanismus für jede Form von chronischem Entzündungsgeschehen von theoretischem Interesse. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Körper durch die Kälte zu einer besseren Selbstregulation angeregt wird.
Ein weiterer relevanter Punkt ist oxidativer Stress. Dieser entsteht, wenn im Körper ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien herrscht. Chronische Entzündungsprozesse sind eine Hauptquelle für oxidativen Stress. Eine Untersuchung deutet darauf hin, dass wiederholte Ganzkörperkältetherapie bei gesunden Männern die antioxidative Gesamtkapazität des Körpers steigern und Marker für oxidativen Stress reduzieren könnte [2]. Eine Stärkung der körpereigenen Abwehr gegen oxidativen Stress wäre für Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung prinzipiell vorteilhaft.
Schließlich gibt es Hinweise auf Auswirkungen auf die allgemeine Leistungsfähigkeit und den Stoffwechsel. Die bei Hashimoto häufige Erschöpfung und der verlangsamte Metabolismus sind massive Belastungen. Einige Beobachtungen legen nahe, dass Kälteanwendungen Parameter des Stoffwechsels und die Körperzusammensetzung beeinflussen könnten [3]. Eine andere Arbeit fand nach zehn Sitzungen Anzeichen für eine verbesserte aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit [4]. Dies könnte theoretisch der bei Hashimoto auftretenden Fatigue entgegenwirken.
Die Grenzen dieser Forschung müssen klar benannt werden. Die Stichproben der Studien sind oft klein. Die Beobachtungszeiträume sind meist kurz. Viele Untersuchungen wurden an jungen, gesunden, männlichen Sportlern durchgeführt, deren Physiologie sich von der von Menschen mit einer chronischen Autoimmunerkrankung unterscheidet. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist daher limitiert. Dennoch liefert die Forschung plausible physiologische Erklärungsmodelle, warum eine Ganzkörperkältetherapie das Wohlbefinden bei Symptomen wie Schmerz, Entzündung und Erschöpfung unterstützen kann. Sie ist ein Puzzlestück, kein Allheilmittel.
Sicherheit und Grenzen: Was bei Hashimoto und Kältetherapie zu beachten ist
Die Anwendung von extremer Kälte muss immer mit Bedacht und unter professioneller Aufsicht erfolgen. Für Menschen mit Hashimoto gilt dies in besonderem Maße. Die wichtigste Voraussetzung ist die ärztliche Abklärung und Freigabe für eine Kälteanwendung.
Eine der größten Herausforderungen ist die bei Hypothyreose häufige Kälteintoleranz. Der Gedanke an -110 °C mag zunächst abschreckend wirken. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die trockene Kälte in der Kammer anders empfunden wird als feuchte Winterkälte. Dennoch muss der Körper langsam an den Reiz gewöhnt werden. Ein vorsichtiger Beginn mit kürzeren Zeiten oder einer kleineren Anzahl von Sitzungen kann sinnvoll sein. Es ist entscheidend, auf die Signale Deines Körpers zu hören.
Es gibt zudem generelle Kontraindikationen, die eine Ganzkörperkältetherapie ausschließen. Dazu gehören:
- Schwere, instabile Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina Pectoris, dekompensierte Herzinsuffizienz)
- Unbehandelter Bluthochdruck
- Akute fieberhafte Erkrankungen
- Gefäßerkrankungen wie das Raynaud-Syndrom in schwerer Ausprägung
- Kälteallergie
- Bestimmte Nervenerkrankungen (Polyneuropathien)
- Schwangerschaft
Bei uns im Studio in Memmingen führen wir vor der ersten Anwendung ein ausführliches Aufklärungsgespräch und füllen gemeinsam einen Gesundheitsfragebogen aus, um mögliche Risiken auszuschließen. Wir betonen stets, dass unsere Anwendung im Bereich Wellness und Regeneration angesiedelt ist und keine medizinische Therapie darstellt.
Dein Weg im Cryo Studio Memmingen
Wenn Du Dich nach ärztlicher Rücksprache für eine unterstützende Kryotherapie entscheidest, begleiten wir Dich professionell und einfühlsam. Hier bei uns in Memmingen legen wir Wert auf eine ruhige und sichere Atmosphäre. Du ziehst Dich bis auf Unterwäsche, Socken, feste Schuhe, Handschuhe, Mundschutz und Stirnband um. Dann betrittst Du für rund drei Minuten die Kryotherapie. Während der gesamten Zeit stehst Du über Sichtkontakt und eine Sprechanlage mit unserem geschulten Personal in Verbindung und kannst die Kammer jederzeit verlassen. Nach der kurzen, intensiven Kälte spürst Du oft ein angenehmes Kribbeln am ganzen Körper. Viele beschreiben ein sofortiges Gefühl von Wachheit, Frische und Leichtigkeit, ein Kontrastprogramm zur gewohnten Schwere der Hashimoto-Symptome. Dieses Gefühl, das viele im Herzen des Unterallgäus bei uns erleben, kann ein wichtiger Impuls sein, um den Alltag wieder mit mehr Energie zu gestalten.
Häufige Fragen
Ist die Ganzkörperkältetherapie ein Ersatz für meine Schilddrüsenmedikamente?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine rein komplementäre, unterstützende Anwendung zur Verbesserung des Wohlbefindens. Die von Deiner Ärztin oder Deinem Arzt verordnete medikamentöse Therapie muss unbedingt wie verschrieben fortgesetzt werden.
Kann die Kältetherapie die Entzündung bei Hashimoto direkt heilen?
Nein, die Kältetherapie heilt weder die Autoimmunerkrankung noch die damit verbundene Entzündung. Die Forschung deutet jedoch darauf hin, dass Kältereize körpereigene Regulationsprozesse anstoßen können, die entzündliche Aktivitäten modulieren. Es handelt sich um eine Unterstützung zur Selbstregulation, nicht um eine Heilung.
Ich leide unter starker Kälteintoleranz. Ist die Anwendung trotzdem für mich geeignet?
Das muss individuell und nach ärztlicher Freigabe entschieden werden. Die trockene Kälte wird oft besser vertragen als feuchte Kälte. Wir empfehlen einen sehr behutsamen Einstieg und achten genau auf Deine Reaktionen, um den Körper nicht zu überfordern.
Wie oft sollte ich zur Kryotherapie kommen, um eine Wirkung zu spüren?
Viele positive Berichte basieren auf einer initialen Serie von etwa zehn Anwendungen in einem relativ kurzen Zeitraum, zum Beispiel über zwei bis drei Wochen. Danach können zur Aufrechterhaltung des Wohlbefindens regelmäßige Sitzungen, etwa ein- bis zweimal pro Woche, sinnvoll sein. Der optimale Rhythmus ist jedoch sehr individuell.
Welche unmittelbaren Effekte kann ich nach einer Sitzung erwarten?
Die meisten Gäste berichten direkt nach der Anwendung von einem Gefühl der Erfrischung, mentaler Klarheit und einem Energieschub. Auch eine Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen wird häufig wahrgenommen. Diese Effekte können von einigen Stunden bis zu einem Tag anhalten.
Ist die Anwendung in der Kryotherapie sicher?
Ja, bei fachgerechter Durchführung und nach Ausschluss von Kontraindikationen ist die Anwendung sehr sicher. Unser System in Memmingen arbeitet mit einer Wirbelstromkühlung ohne den Einsatz von Stickstoff in der Kammer, und Du wirst während der gesamten, nur wenige Minuten dauernden Anwendung von unserem Personal betreut.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kryotherapie (Cryo) Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Hashimoto und Schilddrüse begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [2] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [3] Related Actions of Whole-Body Cryostimulation on Body Composition, Metabolic and Cardiovascular Parameters
Legrand F, Dugue B, Costello J, et al. (2021), Frontiers in Physiology. Beobachtungen zu Körperzusammensetzung sowie Stoffwechsel- und Kreislaufparametern.
- [4] Influence of the ten sessions of the whole body cryostimulation on aerobic and anaerobic capacity
Klimek AT, Lubkowska A, Szygula Z, Chudecka M, Fraczek B (2010), International Journal of Occupational Medicine and Environmental Health. Serie von zehn Kälteanwendungen und deren Effekt auf die Leistungsfähigkeit.
- [5] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [6] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [7] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [8] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.